Absturz und Wiederaufbau (1974-82)

Wieder einmal: Absturz und Wiederaufbau

Der „Freie Fall“ der völlig demoralisierten A-Liga-Mannschaft bis in die Landesliga fiel glücklicherweise mit der beginnenden Reife der Nachwuchsteams zusammen, sodass innerhalb weniger Jahre ein neues, leistungsstarkes Team mit einer guten Mischung aus Routiniers und jungen Spielern entstand. Die Sporthauptschule nahm nun auch Mädchen auf und es entstanden bald auch im weiblichen Bereich sehr leistungsorientierte Mannschaften, die binnen kürzester Zeit bundesweite Erfolge feierten. Die neu eingeführte Fußball-Schülerliga begann allerdings ebenso schnell, den männlichen Basketball-Nachwuchs beträchtlich zu dezimieren.

Spieljahr 1974/75

Der Abstieg und vor allem die Begleitumstände – ein Umfeld, das für Spitzensport absolut ungeeignet und offensichtlich auch nicht zu ändern war – führten zur totalen Frustration der Spieler des ASV KOFA. Auch in der Bundesliga B setzte sich die Mannschaft von Anfang an am Tabellenende fest und stieg in die Landesliga ab, in der ASKÖ Tabor Fünfter wurde. Die Minibasketballer wurden überlegen Landesmeister und gewannen mit der SHS Steyr-Tabor abermals die Schulmeisterschaft.

 Spieljahr 1975/76

Anton Schlemmer spielte fortan in Wels und Sponsor KOFA zog sich nach dem Abstieg zurück, die Teams spielten wieder als „ASV Bewegung“. Das dezimierte Ex-Bundesligateam blieb trotzdem der „Hausherr“ in Steyr und ließ dem ASKÖ Tabor zweimal im Lokalderby in der Landesliga keine Chance. Union Form&Farbe agierte in der 1. Klasse mit mäßigem Erfolg und stellte schließlich gar den Spielbetrieb vorübergehend ein. Erfreuliches kam vom Nachwuchs: Die Schüler des ASV Bewegung wurden Landesmeister und kamen in der Staatsmeisterschaft auf Rang 2.

Spieljahr 1976/77

Die erste Steyrer Mannschaft, die eine Staatsmeister-Medaille eroberte:

76-ASV Bewegung U-14 männlich

 

Die Schülermannschaft des ASV Bewegung, identisch mit dem Team der Sporthaupt-schule Steyr.

Hockend: Richard Weikerstorfer (10), Gerhard Gruber, Manfred Seidl (5);

dahinter stehend: Trainer Schlemmer, Fritz Steinparz (13), Harald Augner (14), Rudolf Fixl (10), Alfred Praxmarer (9);

3. Reihe: Kurt Schmid, Hans  Baumgartner (8), Dietmar Zwettler (5);

dahinter: Klaus Sprung (7), Josef Kogler (14), Robert Reisinger (12), Siegfried Gaßner (11), Christian Aduatz.

 

 

 

Den größten Erfolg verbuchten die Schüler des ASV Bewegung: Sie verteidigten den Landesmeistertitel souverän und holten den ersten Staatsmeistertitel einer Mannschaft nach Steyr. Auch die anderen Nachwuchstems waren deutlich auf dem Weg nach oben. Immer stärker wurde die Sporthauptschule: Die Minibasketballer holten abermals den Landestitel in der Schulmeisterschaft. Keines der beiden Steyrer Herren-Landesliga-Teams konnte sich hingegen an der Spitze etablieren, die Lokalderbies gingen wiederum klar an ASV Bewegung. Den Damen des ASKÖ Tabor gelang nach fünf Jahren wieder der erste Sieg.

Spieljahr 1977/78

Die Herren des ASV Bewegung gewannen den oö. Basketball-Cup und belegten in der Landesmeisterschaft Rang 3, die der ASKÖ Tabor mussten aus der Landesliga absteigen und jene der Union Form&Farbe landeten im Mittelfeld der 1. Klasse. Erfolge verbuchte wiederum der Nachwuchs: Die männliche Jugend des ASV Bewegung wurde Landesmeister und Staatsmeisterschafts-Zweiter, die Schüler gewannen die „Regionalliga“ mit Salzburg und die Mädchen der Sporthauptschule bei ihrem ersten Auftreten gleich die oberösterreichische Minibasketball- Schulmeisterschaft.

 Spieljahr 1978/79

Ein sehr erfolgreiches Jahr: Die Bewegung-Jugendlichen Siegfried Gaßner, Gerhard Gruber, Manfred Seidl und Klaus Sprung und Trainer Ernst Schlemmer schafften in Jesenik (CSSR) mit dem österreichischen Team nach Siegen gegen Schottland und die Niederlande den Aufstieg in die Endrunde der Jugend („Kadetten“) – Europameisterschaft in Damaskus. Den Herren des ASV Bewegung gelang mit Anton Schlemmer als Trainer das „Double“ (Landesmeister + Cupsieger), sie verzichteten aber aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg in die Bundesliga. Die Jugend des ASV Bewegung wurde Landesmeister und Zweiter in der Staatsmeisterschaft, die Minibasketballer (Knaben und Mädchen gemischt) wurden Landesmeister. ASKÖ Tabor trat kaum in Erscheinung, Union Form&Farbe wurde aufgelöst.

 Spieljahr 1979/80

Die Bewegung-Auswahlspieler und ihr Trainer kehrten von der Jugend-Europameisterschaft aus Damaskus nach Spielen gegen die UdSSR, Spanien, Bulgarien, Griechenland, Türkei und Jugoslawien mit Rang 11 und neuen Erfahrungen heim. Die Steyrer Klubs organisierten in der Sporthalle zwei Länderspiele eines Vierländerturniers (Österreich – Ungarn und Türkei – England). Die Herren des ASV Bewegung verteidigten sowohl den Landesmeistertitel als auch den des Cupsiegers erfolgreich, nahmen jedoch abermals nicht an den Qualifikationsspielen für die Bundesliga teil. ASKÖ Tabor schaffte ungeschlagen den Aufstieg in die Landesliga. Die Schülerinnen des ASV Bewegung wurden Landesmeister und kamen in der Staatsmeisterschaft auf Rang 2, und die Sporthauptschule gewann die oö. Schulmeisterschaft in den Altersklassen „Schülerinnen“ und „Mini weiblich“.

 Spieljahr 1980/81

Staatsmeistertitel Nr. 2 für eine  Basketballmannschaft aus Steyr:

Die Schülerinnen des ASV Bewegung blieben eine ganze Saison hindurch in Pflichtspielen unbesiegt.

Stehend: Trainer Ernst Schlemmer, Martina Leithenmayr, Franziska Riegler, Elisabeth Mayr, Tanja Kohl, Gabriele Gibley, Anita Gasperl, Obmann Franz Draxler. Vorn: Birgit Krammer, Marion Sthul, Doris Gradauer, Karin Berger, Petra Sthul.

Stehend: Trainer Ernst Schlemmer, Martina Leithenmayr, Franziska Riegler, Elisabeth Mayr, Tanja Kohl, Gabriele Gibley, Anita Gasperl, Obmann Franz Draxler. Vorn: Birgit Krammer, Marion Sthul, Doris Gradauer, Karin Berger, Petra Sthul.

Ihre männlichen Kollegen waren mit Rang 3 in der Staatsmeisterschaft fast ebenso erfolgreich.  Die Herren des ASV Bewegung wurden abermals Landesmeister und Cupsieger, bei der Qualifikation für die Bundesliga scheiterten sie jedoch in der Endrunde, was einen Trainerwechsel zur Folge hatte: Der  sehr erfolgreiche Anton Schlemmer wurde durch den Polen Tadeusz Gwiazdzinski ersetzt. Die Mädchen der Sporthauptschule gewannen wieder die oö. Schulmeisterschaft der Altersstufen „Schülerinnen“ und „Mini weiblich“, und die Steyrer  Thomas Obermüller, Franz Rabitsch und Andreas Weigner spielten im österreichischen Kadettenteam (Jugend-Nationalteam).

Spieljahr 1981/82

Die Steyrer Jugendliche Petra Sthul absolvierte mit dem österreichischen Team in Laval (Frankreich) bei der Europameisterschaft der Kadettinnen (Jugend)  5 Spiele. Gernot Huber  legte im Juni in Lausanne die Prüfung zum FIBA-Schiedsrichter mit sehr gutem Erfolg ab. Die Herren des ASV Bewegung schafften diesmal nicht nur den Landesmeistertitel, sondern auch den Aufstieg in die Bundesliga B. Die weibliche Jugend des ASV Bewegung wurde Landesmeister und Staatsmeisterschafts-Zweiter.