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29. Mai 2014

Unglückliche Junghexen

Die Young Witches sind wahrlich nicht vom Glück begünstigt: Bis Anfang März in Oberösterreich unbesiegt und in der Österreichischen Meisterschaft mit 2 hauchdünnen Niederlagen Mitfavorit für den Titel, fielen sie in der Folge dem Verletzungsteufel zum Opfer. Die Misere erreichte ausgerechnet bei den Finalspielen um die Landesmeisterschaft ihren Höhepunkt. Ging bereits das erste davon in Linz mit 46:71 mit einer durch mehrere Ausfülle deutlich geschwächten Mannschaft überraschend deutlich verloren, so konnte man nach dem knappen 49:46-Erfolg im Rückspiel noch hoffen. Im dritten und entscheidenden Spiel kam es allerdings knüppeldick: Zunächst fielen Petra Pammer, Lea Krempl und Michelle Schaufler von vornherein verletzungs- bzw. krankheitsbedingt aus. Als sich die solchermaßen geschwächten Young Witches nach lange Zeit ausgeglichenem Spiel allmählich abzusetzen begannen, musste zunächst Cati Pasa mit Knöchelverletzung endgültig vom Feld und 3 Minuten vor dem Ende auch noch Highscorerin Julia Munk. Da gleichzeitig außerdem noch Vali Voithofer nach einer sehr umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung mit 5 Fouls vom Feld musste, konnte der zu diesem Zeitpunkt noch bestehende 3-Punkte-Vorsprung nicht über die Zeit gebracht werden. Das Spiel endete 50:45 für BBC Linz. Damit ist jene Mannschaft, gegen die die Young Witches im Grunddurchgang alle 4 Spiele mehr als deutlich gewonnen haben (85:50, 85:52, 68:26 und 62:38), Landesmeister.

Es wäre im Interesse der Kinder an der Zeit, sich einen Modus auszudenken, der derartige sportliche Ungerechtigkeiten verhindert. Was im Profisport als Tribut an die Medien, die Zuschauer und mögliche Sponsoren Sinn macht, ist beim Nachwuchs fehl am Platz.

Die Linzer Mädchen haben sich im Lauf des Jahres gewaltig gesteigert und ausgezeichnet gespielt. Wenngleich sie den Triumph dem Pech der Junghexen verdanken, darf ihnen zu ihrer Leistung aufrichtig gratuliert werden!