GESCHICHTE

Es begann am 8.Mai 1955

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Ein Tischtennisklub, eine Urlaubsreise, Basketballkörbe im BRG und ein beliebter Treffpunkt für Sportler – aus diesen Ingredienzien wurde Basketball in Steyr gemischt. Da war der junge Tischtennisklub ASV Ennsleite Steyr, gegründet am 16. Juli 1954. Sein Mitglied Helmuth Sattler kam im Urlaub an der Cote d’Azur in Nizza mit französischen Basketballern in Verbindung und sah das Spiel. Das musste er auch in Steyr einführen! Und da war Otto Brandstetter, der Sohn des Schulwartes im BRG Steyr. Amerikanische Soldaten hatten im Turnsaal damals völlig unbekannte Objekte montiert: Basketballkörbe. Sie faszinierten Otto und seine Freunde. An verregneten Wochenenden, dann immer öfter auch sonst, trafen sie sich im Turnsaal zu Wurfwettbewerben und zu zunächst noch ungeordneten Spielen, manchmal aber auch zum 5-Uhr-Tee oder einfach zum Stammtisch im damaligen Sportlertreff, dem „Casino“ in der Werndlstraße. Der Wirt, Herr Preisinger, entdeckte bald sein Herz für die Basketballer und stellte einen kleinen Basketballkorb als Symbol auf deren Stammtisch. Der wies Helmuth Sattler gewissermaßen den Weg: Die Verbindung zwischen dem Funktionär und den Aktiven war hergestellt. Sattler war der erste Sektionsleiter der am 8.05.1955 im damaligen Gasthaus Ribnitzky in der Damberggasse gegründeten Basketballabteilung des „ASV Ennsleite“.

AUfbruchstimmung (1955-57)

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Die erste Steyrer Basketballmannschaft:
ASV Ennsleite Steyr

Spieljahr 1955 / 56

Von Anfang an gab es sowohl eine Herren- als auch eine Damenmannschaft, die allerdings keine Gegner fand, daher eher gesellschaftliche Bedeutung hatte und bei der Administration der Spiele half. Ein großer Gönner und Förderer war Zentraldirektor Glöckel von den Steyr-Werken: Er besorgte unter anderem Basketballdressen und in Österreich noch unbekannte Kunststoff-Basketbälle aus den USA. Da es in Oberösterreich noch keinen Landesverband und daher auch keine Meisterschaft gab, fand das erste Basketballspiel einer Steyrer Mannschaft beim ASKÖ-Bundessportfest am 15. Juli 1955 in Graz statt, und zwar ausgerechnet gegen den regierenden Staatsmeister EKE Wien. Es endete naturgemäß mit einer deutlichen Niederlage, deren genaues Ausmaß nie festgehalten wurde und auch aus dem Gedächtnis der Zeitzeugen offenbar gelöscht ist. Der Kontakt mit den Wiener Vereinen inspirierte dennoch: Nach der Rückkehr wurde sofort eine Jugendmannschaft gegründet und ein Ausbildungslehrgang für Spieler mit dem Wiener Norbert Adam organisiert. Im September besuchten die Herren Brandstetter, Schreiner, Hirschlehner und Glaser einen Trainer-Lehrgang in Schielleiten. Am 15. Dezember 1955 wurden der neue Sport und der neue Verein erstmals in der „Steyrer Zeitung“ erwähnt und am 25./26.Dezember 1955 fanden in der Otto-Glöckel-Schule auf der Ennsleite die ersten Basketballspiele in Steyr im Rahmen eines Weihnachtsturniers statt. Die Mannschaft bestand damals aus den Herren Otto Brandstetter, Kurt Schreiner, Franz Mittermann, Gerhard Glaser, Franz Hirschlehner, Adolf Preindl, Erich Sturm und Josef Aigner, sie wurde fallweise ergänzt durch Herbert Hain, Max Garber, Johann Ferberböck und Alfred Schnellinger. Der erste Vorstand bestand aus Sektionsleiter Helmuth Sattler, Schriftführerin Herta Karlhuber, Kassier Othmar Slapak, Herrentrainer Otto Brandstetter, Damentrainer Kurt Schreiner und Jugendtrainer Franz Hirschlehner. Der ASV Ennsleite Steyr drängte mit Freundschaftsspielen bald stark in die Öffentlichkeit, gewann neue Freunde und Mitglieder, ermunterte andere Klubs zur Gründung einer Basketballsektion und leistete wertvolle Pionierarbeit für den Basketballsport in Oberösterreich. Der Steyrer Verein war dann auch vorrangig an der Gründung des Oberösterreichischen Basketballverbandes (23.03.1956) beteiligt und stellte mit Josef Schmidl (Ehrenpräsident), Helmuth Sattler (Präsident), Kurt Götz (Kassier), Hubert Weinberger (Melde- u. Beglaubi-gungsreferent), Arthur Wipplinger (Technischer Referent) und Johann Wipplinger (Schiedsrichterreferent) zunächst fast den kompletten Vorstand. Höhepunkt des Jahres war ein internationales Pfingstturnier in der Otto-Glöckel-Schule mit Gazelec Sports Nice (FRA) und dem österreichischen Meister EK Engelmann Wien. Dabei verlor ASV Ennsleite das erste interna-tionale Spiel erwartungsgemäß gegen Gazelec Sports Nice mit 55:74 (24:43).

Die erste Basketball-Landesmeisterschaft begann mit einer Panne: ULC Linz erschien zum ersten Spiel am 7.10.1956 nicht in Steyr, das Spiel wurde strafbeglaubigt. Das erste Meisterschaftsspiel des ASV Ennsleite fand daher am 19.10.1956 in Steyr gegen UBBC Linz statt und endete mit einer unerwarteten Niederlage: 37:49 (22:32). Am Ende blieb den Steyrern nur Rang 2. Damen- und Jugendmannschaft fanden leider keine Gegner.

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Hintere Reihe: Josef Aigner, Adolf Preindl, Sektionsleiter Arthur Wipplinger, Franz Mittermann, Kurt Schreiner.

Vorn: Erich Sturm, Gerhard Glaser, Franz Hirschlehner, Otto Brandstetter.

​Bild: Otto Brandstetter beim Korbwurf. Er war der Mannschaftskapitän und einer der Gründer.

Erste Meisterschaftstabelle in oö:

1. UBBC Linz

2. ASV Ennsleite Steyr

3. ULC Linz

4. ATSV St. Valentin

5. Union Vorchdorf

6. ASV ESG Linz

7. ATSV „Freiheit“ Wels

8. ATSV Linz Stamm

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984:384

890:371

644:539
380:518
478:741

356:614

474:719

216:536

41 Punkte

38 Punkte

32 Punkte

29 Punkte

23 Punkte

22 Punkte

21 Punkte

11 Punkte

Absturz (1957-59)

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Ernst Schlemmer (jeweils beim Korbwurf) übernahm mit viel Dynamik allmählich die Rolle des Mannschaftskapitäns

Verordnete und hausgemachte Probleme führen zum Absturz

Mit der Fusion der Vereine ASV Ennsleite und ATSV Konsum zum neuen Verein ASV Bewegung am 20.07.1957 fand sich am Futternapf des Vereins ein neuer, hungriger Riese ein: eine Fußballsektion.

Sie spielte trotz eher mäßiger Leistungen fortan die erste Geige im Verein und die anderen Sektionen, unter ihnen auch die aufstrebenden und recht erfolgreichen Basketballer, mussten sich mit Almosen zufrieden geben und wurden in ihrer Entwicklung empfindlich gebremst.

Dazu kam noch ein internes „Generationenproblem“:

Die jungen Basketballer, zunächst in einer zweiten Mannschaft vereint, drängten nach deren Auflösung, die aus Geldmangel unumgänglich war, in die miteinander gewachsene erste und nunmehr einzige Herrenmannschaft, was zwar von den Funktionären, nicht aber von den Herren gern gesehen wurde. Das alles drückte auf die Stimmung und die Leistung, stoppte die Entwicklung.

Spieljahr 1957/58

ASV Bewegung spielte mit 2 Mannschaften in der Landesmeisterschaft. Team A kam auf Rang 3, Team B auf Rang 8.

Es ging drunter und drüber: Ein Spieler wurde vom Verein ausgeschlossen, einige Mitspieler blieben daraufhin ebenfalls weg, schließlich wurden alle wieder zurückgeholt…

Im BRG am Michaelerplatz entstand unter Prof. Josef Aichinger eine starke Schulmannschaft, trainiert vom Schüler Ernst Schlemmer.

Spieljahr 1958/59

Bis auf eine Herrenmannschaft fielen alle Teams im Verein der Geldnot zum Opfer, arrivierte Spieler beendeten ihre Laufbahn.

Das noch nicht ganz abgeklungene Misstrauen zwischen älteren und jüngeren Spielern verhinderte in der neu formierten Mannschaft wirkliches Teamwork, Rang 5 in der Landesmeisterschaft war angesichts des vorhandenen Potentials enttäuschend.

Basisverbreiterung, Erholung und Frauenpower

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Erster Landesmeister aus Steyr:

Die Damen des ASV Bewegung Steyr

Eine vereinsinterne Neuaufteilung der Kompetenzen brachte wieder Ordnung in die Basketballsektion, die nun abermals auch eine Jugend- und eine Damenmannschaft führte. Der Bau eines Basketball-Freiplatzes bei der Otto-Glöckel-Schule einte die fleißig mithelfenden Aktiven und brachte zusätzliche Übungsmöglichkeiten. Es ging langsam, aber doch aufwärts. Ausgerechnet die wenig beachteten Damen holten dann den ersten Landesmeistertitel nach Steyr. Der Basketballbetrieb im BRG Steyr hatte zur Folge, dass mit dem Allgemeinen Turnverein ein zweiter Steyrer Verein ins Basketballgeschehen eingriff. Zur Heimstätte der „Turner“ wurde die Punzerschule.

Spieljahr 1959/60

Im März 1960 trat erstmals eine Steyrer Schülermannschaft auf:

Sie besiegte Union Wels mit 24:4.

Die Herren des ASV Bewegung kamen wieder auf Rang 5.

Gerhard Glaser, Otto Brandstetter und Ernst Schlemmer nahmen an einer Wettspielreise der OÖ. Landesauswahl nach Istanbul teil.

Spieljahr 1960/61

 ASV Bewegung baute nach dem weiteren Rückzug altbewährter Spieler die Herrenmannschaft völlig um, die nun zunächst in der Meisterschaft eine völlig untergeordnete Rolle spielte.

Dafür wurde die Jugendmannschaft immer besser und auch die Damen machten große Fortschritte.

Spieljahr 1961/62

Der Freiplatz bei der Otto-Glöckelschule wurde fertiggestellt und ermöglichte nun zusätzliches Training in den Sommermonaten.

Die Damen wurden Landesmeister, scheiterten aber an der Qualifikation für die „Staatsliga“. Sie wagten mit dem Freundschaftsspiel gegen Hapoel Tel Aviv (ISR, 36:82) auch einen ersten internationalen Vergleich, der trotz der klaren Niederlage durchaus Mut machte.

 

Erster Landesmeister aus Steyr: Die Damen des ASV Bewegung Steyr

Die Herren konsolidierten sich allmählich und die Jugendmannschaft verbuchte den ersten überregionalen Erfolg:

Sie wurde ASKÖ-Bundesmeister.

Folgende Tatsachen zeigen die Verhältnisse, unter denen damals Leistungssport betrieben werden musste: Das Jahresbudget der ganzen Basketballsektion betrug knapp 4.000.- Schilling (= € 290.-), die Aktiven zahlten bei den Fahrten zu den Spielen Fahrtkostenbeiträge, die Damen kauften sich die Spielkleidung selbst…..

 Am 29.10.1961 stieg der Allgemeine Turnverein in den Meisterschaftsbetrieb der „1. Klasse“ mit einem Sieg (37:23) gegen ESG Linz B ein.

Spieljahr 1962/63

Die Herren des ASV Bewegung sammelten auf einer Reise in die Türkei internationale Erfahrung und erreichten das OÖ. Cupfinale, die Damen erlitten nach gutem Start einen empfindlichen Rückfall, weil gleich mehrere Spielerinnen ihre Karriere unterbrechen oder beenden mussten. Die neu formierte weibliche Jugendmannschaft scheiterte in der Landesmeisterschaft am Verletzungspech. Klubs aus Stuttgart wurden zu fixen Spielpartnern, die Mitgliederzahl stieg auf 100. Auch der Allgemeine Turnverein stellte bereits eine Jugendmannschaft.

Hintere Reihe: Teammanager Walter Gilly, Brigitte Radhuber, Elfriede Ferrari, Waltraud Obermayr, Waltraud Kolda, Waltraud Götz, Inge Forster, Trainer Ernst Schlemmer.

Vorn: Dagmar Blankenhorn, Heidi Pinter, Christine Kern

Bild: Schon in frühester Jugend ein überragender Basketballer:

Anton Schlemmer

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Sport und Politik (1963-68)

Verschiedene Motivationsrichtungen und Anschauungen führten allmählich zu Gruppenbildungen und Differenzen bei ASV Bewegung, wobei auch politisch begründete Interessen eine gewisse Rolle gespielt haben dürften. Die Streitigkeiten endeten schließlich mit der Abwanderung der kleineren, klar leistungs-orientierten Gruppe zum Allgemeinen Turnverein. Dies wiederum wurde von einigen anders Denkenden zu einem Politikum gemacht und schließlich auch in den damals von ASV-Bewegung-Funktionären dominierten Basketballverband hineingetragen. Die  Handlanger der Politik setzten sich dort durch und konnten zwar zunächst den ersten Landestitel einer Steyrer Herrenmannschaft nicht verhindern, erreichten aber schließlich doch den Rückzug des doppelten Landesmeisters und Cupsiegers aus dem Basketballgeschehen. Das war ein Keulenschlag, der den Steyrer Basketball wieder stark zurückwarf.

Spieljahr 1963/64

Die Jugendmannschaft des ASV Bewegung wurde abermals ASKÖ-Bundesmeister und verfehlte den Landesmeistertitel nur deswegen,

weil sie die besten Spieler an die bereits durch interne Differenzen und Gruppenbildungen geschwächte Herrenmannschaft abstellen musste; diese erreichte das oberösterreichische Cupfinale und in der Landesmeisterschaft Rang 6, die Damen kamen auf Rang 5.

Ernst Schlemmer schaffte als Schiedsrichter die Qualifikation für die Staatsliga, Anton Schlemmer wurde ins Jugend-Nationalteam berufen.

Der Allgemeine Turnverein stieg in die Landesliga auf.

Spieljahr 1964/65

In diesem Jahr endete die Vorherrschaft des ASV Bewegung in Steyr. Interne Differenzen hatten zum Übertritt einiger Spieler zum Lokalrivalen Allg. Turnverein Steyr geführt, der nun die Rolle der Nummer 1 in Steyr klar übernahm und die Meisterschaft auf Rang 3 beendete;

ASV Bewegung kam auf Rang 5. Die Damen fristeten weiter ein kümmerliches Dasein und blieben erfolglos, die Jugendteams landeten auf den Rängen 2 (Bewegung) und 5 (Allgemeiner Turnverein).

Beachtlich war der internationale Spielverkehr: Es wurden sowohl von den Herren beider Steyrer Vereine als auch von den Bewegung-Damen Spiele in der CSSR (Strakonice, Bratislava) und in Steyr (gegen Teams aus Deutschland, der CSSR und Frankreich) ausgetragen.

Spieljahr 1965/66

Das (kostenlose) Engagement des farbigen US-Amerikaners John Hatcher (NATO-Abrüster) beim Allg. TV. Steyr scheiterte am Veto des Turnrates. Die „Turner“ eroberten dennoch als erste Steyrer Herrenmannschaft den Landestitel und wurden auch Cupsieger, schafften aber die Qualifikation für die Staatsliga B nicht. Die Herren des ASV Bewegung kamen auf Rang 6. Die Bewegung-Jugend landete auf Rang 2, die des Allg. TV. Steyr auf Rang 3. Die Damen blieben unbedeutend und erfolglos.

Spieljahr 1965/66

Die Differenzen des Allgemeinen Turnvereins mit dem Verband, der die Ummeldung eines Spielers ablehnte, eskalierten und endeten mit der – wie sich später herausstellte –  unberechtigten Sperre des Spielers Ernst Schlemmer wegen eines redaktionellen Artikels der „Steyrer Zeitung“ (!). Der Allg. TV. Steyr verteidigte dennoch beide Titel (Landesmeister und Cupsieger) erfolgreich und scheiterte ersatzgeschwächt abermals an der Qualifikation für die Staatsliga, ehe er die Herrenmannschaft aus Protest gegen die Willkür des Verbandes beim OÖBV abmeldete. Die Herren des ASV Bewegung landeten auf Rang 5, die Junioren wurden hingegen  Landesmeister. Nach wie vor von der Auflösung bedroht waren die Damen (Rang 3): Sie hatten nicht einmal eine Halle mit Körben zum Training zur Verfügung…

Spieljahr 1967/68

Der Allgemeine Turnverein spielte seine letzte Saison nur noch mit einer Jugendmannschaft, dafür griff ein anderer Verein, nämlich Union Steyr, am 09.07.1967 mit einem Spiel gegen ASV Bewegung (36:93) nun ins Basketball-Geschehen ein. Die Spitzenposition im Bundesland war aber verloren. ASV Bewegung kam auf Rang 3 in der Landesliga, Union Steyr auf den gleichen Rang in der „1. Klasse“. Jugend und Junioren des

ASV Bewegung wurden Landesmeister und setzten damit ein deutliches Zeichen für die Zukunft. Ein „Grenzlandcup“ mit Vereinen aus Salzburg und Bayern sorgte für Abwechslung, es spielte eine Steyrer Auswahl – allerdings mit mäßigem Erfolg.

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Erster Steyrer Herren Landesmeister:
Allgemeiner Turnverein Steyr

Hintere Reihe: Ulrich Schmidt, Anton Schlemmer, Sigurd Fieber, Ernst Schlemmer, Coach Rudolf Haase.

Vorn: Wolfgang Preisinger, Walter Rathmayr, Herbert Kaiplinger.

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Äußerst hart umkämpft waren die „Derbies“ der Allgemeinen Turnvereine Linz und Steyr: Hier wird Anton Schlemmer regelwidrig gestoppt.

Steyr als Basketball-Hochburg (1968-74)

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Junioren-Landesmeister 1969: ASV Bewegung Steyr

Stehend: Sektionsleiter Otto Huber, Friedrich Hallwirth, Erhard Donabauer, Erwin Friedl, Erwin Daxler, Trainer Anton Schlemmer.
Vorn: Josef Brunmayr, Manfred Thaller, Rudolf Handlgruber, Franz Wipplinger

Die erste Steyrer Mannschaft, die den Aufstieg in die Bundesliga schaffte: Die Herren des ASV Bewegung Steyr

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Stehend: Sektionsleiter Otto Huber, Friedrich Hallwirth, Erhard Donabauer, Erwin Friedl, Erwin Daxler, Trainer Anton Schlemmer.
Vorn: Josef Brunmayr, Manfred Thaller, Rudolf Handlgruber, Franz Wipplinger

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Der Höhenflug der Steyrer Herrenmannschaft hielt an. Maßgeblich beteiligt: Anton Schlemmer, der mit seiner Athletik und seiner Schnelligkeit den Riesen größte Probleme bereitete.

Steyr als Basketball-Hochburg , eine verhängnisvolle Entscheidung und der Start der Sporthauptschule

Dem ASV Bewegung gelang endlich eine klare Trennung der noch immer rivalisierenden Gruppen, worauf sofort eine leistungsstarke Mannschaft entstand, die zunächst den Aufstieg in die Bundesliga B und in relativ kurzer Zeit sogar in die höchste Spielklasse Österreichs schaffte.

Leider beschloss der Vorstand des Bundesligaklubs dann, grundsätzlich jegliche Zahlungen an Spieler (auch Fahrtkostenersatz!) abzulehnen, sodass durchaus mögliche und auch erschwingliche Verstärkungen verhindert wurden, die aufgrund der geringen Größe der Steyrer Spieler dringend notwendig gewesen wären. So wurde, wie sich bald zeigen sollte, der aufkommende Basketball-Boom (bis zu 800 Zuschauer!) im Keim erstickt. Es folgte erneut ein empfindlicher Rückschlag.

Wichtig für die Zukunft war hingegen die Aufnahme des Basketballspiels ins Programm der neu eröffneten und damals nur Knaben zugängigen Sporthauptschule.

Spieljahr 1968/69

Gegen Ende des Jahres 1968 hob der Österreichische Basketballverband als dritte Instanz Schlemmers Sperre wegen Nichtigkeit und schwerer Verfahrensmängel auf, worauf der Spieler dem Linzer Verein ESG beitrat. ASV Bewegung wurde nun gewissermaßen von der Vergangenheit eingeholt: Als Herbstmeister bezogen die bis dahin unbesiegten Steyrer ausgerechnet gegen ESG Linz die erste Niederlage, was enorme Unruhe in den Verein brachte. Diese verhinderte schließlich noch den sicher scheinenden Meistertitel. Die Junioren des Vereins wurden hingegen Landesmeister. Eine Aufstockung ermöglichte Union Steyr den Aufstieg in die Landesliga.

Spieljahr 1969/70

Nach den Turbulenzen machte ASV Bewegung endlich „reinen Tisch“, holte Ernst Schlemmer und den in Wien spielenden Wolfgang Preisinger zurück und trennte die rivalisierenden Gruppen in 2 Herrenmannschaften. In der ersten Mannschaft spielten nun immerhin 5 ehemalige „Turner“, die über viel Erfahrung verfügten und durch junge Kräfte hervorragend ergänzt wurden. Die zweite Mannschaft („ASV Bewegung/Tabor“) spielte in der 1. Klasse. Diese Trennung erwies sich als Goldgriff: Beide Teams beherrschten ihre Spielklasse und sicherten sich jeweils Rang 1; die erste Mannschaft schaffte zudem den Aufstieg in die Bundesliga B – gerade rechtzeitig, um die neu eröffnete Steyrer Sporthalle richtig nützen zu können. Die Junioren holten sich zum vierten Mal in Serie den Landesmeistertitel, die Damen erwiesen sich nach wie vor als Überlebenskünstlerinnen. Union Steyr stieg aus der Landesliga wieder in die 1. Klasse ab.

Spieljahr 1970/71

Im ersten Bundesligajahr litt die Herrenmannschaft des ASV Bewegung sichtlich unter Routinemangel, verhinderte aber den Abstieg mit viel Kampfgeist. Die Damenmannschaft fiel der Kräftekonzentration im männlichen Bereich zum Opfer und wurde aufgelöst.

Die Arbeit mit den Nachwuchsteams trug sofort Früchte: ASV Bewegung wurde Jugend-Landesmeister und die Landes-Sondererziehungsschule Gleink gewann nicht nur als erste Steyrer Mannschaft die

OÖ. Schulmeisterschaft der „Unterstufe“, sondern wurde als Verein „Caritas-Jugendheim Gleink“ auch Landesmeister der Altersklasse „Schüler“.

Die zweite Herrenmannschaft des ASV Bewegung wurde im ersten Landesliga-Jahr Fünfter und gründete im Juni den neuen Verein ASKÖ Tabor, bei dem auch Damen wieder Aufnahme fanden.

Union Steyr schaffte nochmals den Aufstieg in die Landesliga.

Spieljahr 1971/72

Die Bundesligamannschaft des ASV Bewegung klopfte mit dem ausgezeichneten 3. Rang in der B-Liga zaghaft an die Tür der höchsten Spielklasse und fand mit der Firma „KOFA“ (Anton Kotlowski, Getränkevertrieb) einen Sponsor; die Basketballsektion des

ASV Bewegung hieß fortan ASV KOFA. Union Steyr beendete das Gastspiel in der Landesliga leider wieder mit dem Abstieg.

ASKÖ Tabor festigte hingegen mit den Herren seine Position und belebte die Steyrer Damenmannschaft wieder. ASV Bewegung gewann die nun erstmals (in Turnierform) offiziell ausgetragene Schüler-Landesmeisterschaft.

Spieljahr 1965/66

Die Herrenmannschaft des ASV KOFA wurde Meister der Bundesliga B und stieg in die höchste Spielklasse auf. Union Steyr hieß ab Jahresmitte 1972 „Union Form&Farbe“.

Ernst Schlemmer bestand an der

BafL Wien die staatliche Trainerprüfung mit Auszeichnung, Die KOFA-Jugend wurde Landesmeister und die Sport-hauptschule belebte die Altersklassen der Jüngsten. Die Herren von ASKÖ Tabor kamen in der Landesliga auf

Rang 6, die von Union Form&Farbe in der 1. Klasse auf Rang 4. Die Damen des ASKÖ Tabor hatten keine nennenswerten Erfolge.

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Gernot Huber entwickelte sich schnell zu einem genialen Spielmacher und war trotz geringer Körpergröße einer der Besten.

Marionneaux (2,14) vom Staatsmeister BSC Wienerberger Baustoffe hat das Nachsehen: Anton Schlemmer auf dem Weg zum Korb. Er wurde zum erfolgreichsten Korbjäger der Bundesliga.

Wolfgang Preisinger Zählte jahrelang zu den absolut Stärksten im Steyrer Herrenteam und hatte großen Anteil am Aufstieg.

Absturz und Wiederaufbau
(1974-82)

Wieder einmal: Absturz und Wiederaufbau

Der „Freie Fall“ der völlig demoralisierten A-Liga-Mannschaft bis in die Landesliga fiel glücklicherweise mit der beginnenden Reife der Nachwuchsteams zusammen, sodass innerhalb weniger Jahre ein neues, leistungsstarkes Team mit einer guten Mischung aus Routiniers und jungen Spielern entstand. Die Sporthauptschule nahm nun auch Mädchen auf und es entstanden bald auch im weiblichen Bereich sehr leistungsorientierte Mannschaften, die binnen kürzester Zeit bundesweite Erfolge feierten. Die neu eingeführte Fußball-Schülerliga begann allerdings ebenso schnell, den männlichen Basketball-Nachwuchs beträchtlich zu dezimieren.

Spieljahr 1974/75

Der Abstieg und vor allem die Begleitumstände – ein Umfeld, das für Spitzensport absolut ungeeignet und offensichtlich auch nicht zu ändern war – führten zur totalen Frustration der Spieler des ASV KOFA.

Auch in der Bundesliga B setzte sich die Mannschaft von Anfang an am Tabellenende fest und stieg in die Landesliga ab, in der ASKÖ Tabor Fünfter wurde. Die Minibasketballer wurden überlegen Landesmeister und gewannen mit der SHS Steyr-Tabor abermals die Schulmeisterschaft.

Spieljahr 1975/76

Anton Schlemmer spielte fortan in Wels und Sponsor KOFA zog sich nach dem Abstieg zurück, die Teams spielten wieder als „ASV Bewegung“.

Das dezimierte Ex-Bundesligateam blieb trotzdem der „Hausherr“ in Steyr und ließ dem ASKÖ Tabor zweimal im Lokalderby in der Landesliga keine Chance. Union Form&Farbe agierte in der 1. Klasse mit mäßigem Erfolg und stellte schließlich gar den Spielbetrieb vorübergehend ein. Erfreuliches kam vom Nachwuchs: Die Schüler des ASV Bewegung wurden Landesmeister und kamen in der Staatsmeisterschaft auf Rang 2.

Spieljahr 1975/76

Den größten Erfolg verbuchten die Schüler des ASV Bewegung:

Sie verteidigten den Landesmeistertitel souverän und holten den ersten Staatsmeistertitel einer Mannschaft nach Steyr. Auch die anderen Nachwuchstems waren deutlich auf dem Weg nach oben. Immer stärker wurde die Sporthauptschule: Die Minibasketballer holten abermals den Landestitel in der Schulmeisterschaft. Keines der beiden Steyrer Herren-Landesliga-Teams konnte sich hingegen an der Spitze etablieren, die Lokalderbies gingen wiederum klar an ASV Bewegung. Den Damen des ASKÖ Tabor gelang nach fünf Jahren wieder der erste Sieg.

Spieljahr 1977/78

Die Herren des ASV Bewegung gewannen den oö. Basketball-Cup und belegten in der Landesmeisterschaft Rang 3, die der ASKÖ Tabor mussten aus der Landesliga absteigen und jene der Union Form&Farbe landeten im Mittelfeld der 1. Klasse. Erfolge verbuchte wiederum der Nachwuchs: Die männliche Jugend des ASV Bewegung wurde Landesmeister und Staatsmeisterschafts-Zweiter, die Schüler gewannen die „Regionalliga“ mit Salzburg und die Mädchen der Sporthauptschule bei ihrem ersten Auftreten gleich die oberösterreichische Minibasketball- Schulmeisterschaft.

Spieljahr 1978/79

Ein sehr erfolgreiches Jahr: Die Bewegung-Jugendlichen Siegfried Gaßner, Gerhard Gruber, Manfred Seidl und Klaus Sprung und Trainer Ernst Schlemmer schafften in Jesenik (CSSR) mit dem österreichischen Team nach Siegen gegen Schottland und die Niederlande den Aufstieg in die Endrunde der Jugend („Kadetten“) – Europameisterschaft in Damaskus. Den Herren des ASV Bewegung gelang mit Anton Schlemmer als Trainer das „Double“ (Landesmeister + Cupsieger), sie verzichteten aber aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg in die Bundesliga. Die Jugend des ASV Bewegung wurde Landesmeister und Zweiter in der Staatsmeisterschaft, die Minibasketballer (Knaben und Mädchen gemischt) wurden Landesmeister. ASKÖ Tabor trat kaum in Erscheinung, Union Form&Farbe wurde aufgelöst.

Spieljahr 1979/80

Die Bewegung-Auswahlspieler und ihr Trainer kehrten von der Jugend-Europameisterschaft aus Damaskus nach Spielen gegen die UdSSR, Spanien, Bulgarien, Griechenland, Türkei und Jugoslawien mit Rang 11 und neuen Erfahrungen heim. Die Steyrer Klubs organisierten in der Sporthalle zwei Länderspiele eines Vierländerturniers (Österreich – Ungarn und Türkei – England). Die Herren des ASV Bewegung verteidigten sowohl den Landesmeistertitel als auch den des Cupsiegers erfolgreich, nahmen jedoch abermals nicht an den Qualifikationsspielen für die Bundesliga teil. ASKÖ Tabor schaffte ungeschlagen den Aufstieg in die Landesliga. Die Schülerinnen des ASV Bewegung wurden Landesmeister und kamen in der Staatsmeisterschaft auf Rang 2, und die Sporthauptschule gewann die OÖ. Schulmeisterschaft in den Altersklassen „Schülerinnen“ und „Mini weiblich“

Spieljahr 1979/80

Ihre männlichen Kollegen waren mit Rang 3 in der Staatsmeisterschaft fast ebenso erfolgreich.  Die Herren des ASV Bewegung wurden abermals Landesmeister und Cupsieger, bei der Qualifikation für die Bundesliga scheiterten sie jedoch in der Endrunde, was einen Trainerwechsel zur Folge hatte: Der  sehr erfolgreiche Anton Schlemmer wurde durch den Polen Tadeusz Gwiazdzinski ersetzt. Die Mädchen der Sporthauptschule gewannen wieder die OÖ. Schulmeisterschaft der Altersstufen „Schülerinnen“ und „Mini weiblich“, und die Steyrer Thomas Obermüller, Franz Rabitsch und Andreas Weigner spielten im österreichischen Kadettenteam (Jugend-Nationalteam).

Spieljahr 1981/82

Die Steyrer Jugendliche Petra Sthul absolvierte mit dem österreichischen Team in Laval (Frankreich) bei der Europameisterschaft der Kadettinnen (Jugend) 5 Spiele. Gernot Huber legte im Juni in Lausanne die Prüfung zum FIBA-Schiedsrichter mit sehr gutem Erfolg ab.

Die Herren des ASV Bewegung schafften diesmal nicht nur den Landesmeistertitel, sondern auch den Aufstieg in die Bundesliga B.

Die weibliche Jugend des ASV Bewegung wurde Landesmeister und Staatsmeisterschafts-Zweiter.

Die erste Steyrer Mannschaft, die eine Staatsmeister-Medaille eroberte:

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Die Schülermannschaft des ASV Bewegung, identisch mit dem Team der Sporthaupt-schule Steyr.

Hockend: Richard Weikerstorfer (10), Gerhard Gruber,

Manfred Seidl (5);

Dahinter stehend: Trainer Schlemmer, Fritz Steinparz (13), Harald Augner (14), Rudolf Fixl (10), Alfred Praxmarer (9);

3. Reihe: Kurt Schmid, Hans  Baumgartner (8), Dietmar Zwettler (5);

Dahinter: Klaus Sprung (7), Josef Kogler (14), Robert Reisinger (12), Siegfried Gaßner (11), Christian Aduatz.

Die erste Steyrer Mannschaft, die eine Staatsmeister-Medaille eroberte:

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Stehend: Trainer Ernst Schlemmer, Martina Leithenmayr, Franziska Riegler, Elisabeth Mayr, Tanja Kohl, Gabriele Gibley, Anita Gasperl, Obmann Franz Draxler. Vorn: Birgit Krammer, Marion Sthul, Doris Gradauer, Karin Berger, Petra Sthul.

Spielstärke, fehlendes Geld und Spielgemeinschaften (1982-85)

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Werner Zechmeister

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Harald Neuhauser

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Siegfried Gaßner

Die Spielstärke der Herren von ASV Bewegung erreichte Bundesliganiveau, leider nicht die Finanzkraft des Vereins. Schließlich wurde aus Frust auch die Personaldecke eng. Eine Spielgemeinschaft mit dem ebenfalls leicht kränkelnden Welser Bundesligaverein (BBC Colonia Wels / Steyr) brachte die stärksten Steyrer Spieler in die Bundesliga A und hochwertige Spiele nach Steyr. Obwohl der sportliche Erfolg mit Rang 4 durchaus sehenswert war, hielt die Spielgemeinschaft nur 1 Jahr.

Auch die Mädchen von ASV Bewegung – alle Jugendliche – bildeten mit den Damen der Union Enns eine Spielgemeinschaft, schafften den Aufstieg in die Bundesliga B und nur 1 Jahr später sogar in die Bundesliga A.

Die Jugendlichen Petra Sthul und Doris Gradauer folgten im Sommer Coach Ernst Schlemmer zum BK Linz in die Bundesliga A, die weibliche Jugend erreichte dennoch mit Trainer Anton Schlemmer in der Staatsmeisterschaft Rang 2. Die Herren des ASV Bewegung kamen in der Bundesliga B auf Rang 5, die anderen Teams hatten keine nennenswerten Erfolge.

Spieljahr 1982/83

Die Jugendlichen Petra Sthul und Doris Gradauer folgten im Sommer Coach Ernst Schlemmer zum BK Linz in die Bundesliga A, die weibliche Jugend erreichte dennoch mit Trainer Anton Schlemmer in der Staatsmeisterschaft Rang 2. Die Herren des ASV Bewegung kamen in der Bundesliga B auf Rang 5, die anderen Teams hatten keine nennenswerten Erfolge.

Spieljahr 1983/84

Nach der finanziell bedingten Auflösung des österreichischen Damen-Vizemeisters BK Linz standen die besten Steyrer Jugendlichen quasi auf der Straße. Eine Spielgemeinschaft der Jugendlichen des ASV Bewegung mit den Damen der Union Enns (SG Enns/ Steyr) löste das Problem und wurde zum Ausgangspunkt einer ungeahnten Aufwärtsentwicklung im Steyrer Damen-Basketball. Die Damen der SG Enns/Steyr gewannen mit Trainer Ernst Schlemmer alle Spiele, wurden Landesmeister und stiegen in die Bundesliga B auf; Doris Gradauer spielte im Jugend-Nationalteam bei der

EM-Qualifikation in Gmunden und bei der Endrunde in Perugia. Ernst Schlemmer übernahm auch die Betreuung der Herren des ASV Bewegung, die sich in der Bundesliga B problemlos behaupten konnten.

Spieljahr 1984/85

ASV Bewegung hatte zu wenig an einem Leistungsbetrieb interessierte Spieler und ging im Sommer mit dem A-Liga-Klub BBC Wels eine Spielgemeinschaft ein. Bei BBC Colonia Wels / Steyr waren mit Sprung, Neuhauser, Gaßner, Gruber und Coach Ernst Schlemmer 5 Steyrer im Einsatz, der US-Amerikaner John Donovan wohnte ebenfalls in Steyr.

Da die Heimspiele abwechselnd in Wels und Steyr ausgetragen wurden, kam das Steyrer Publikum in den Genuss, die heimischen Spitzenteams und  auch international renommierte Mannschaften (u.a. CSSR-Meister Roter Stern Pardubice) zu sehen. BBC Colonia Wels/Steyr kam in der Herren-A-Liga auf Rang 4, die Damen der SG Enns/ Steyr wurden auch Meister der B-Liga und schafften damit den „Durchmarsch“ in die höchste Spielklasse. Sie gewannen außerdem das international gut besetzte Wiener Stadthallen-Turnier und das Jubiläumsturnier „30 Jahre Basketball in Steyr“. ASKÖ Tabor wurde Meister der 1. Klasse und stieg in die Landesliga auf. Ernst Schlemmer übernahm interimsmäßig das Herren-Nationalteam für 6 Spiele als Head-Coach.

Neuordnung im Steyrer Basketballgeschehen
(1985-88)

Die Trennung von BBC Colonia Wels hinterließ nachteilige Spuren, da nicht alle starken Spieler nach Steyr zurückkehrten. Plötzlich waren beide Steyrer Herren-Vereine etwa gleich stark. Die Ennser Damen wollten in der höchsten Spielklasse nicht mehr mithalten, aber die Steyrer Jugendlichen fanden in den Damen vom ASKÖ Tabor neue Partnerinnen und es kam zur Bildung eines neuen Vereins, ausschließlich für weibliche Teams: ASKÖ Basketball-Spielgemeinschaft (BSG) Steyr. Sie spielte 1 Jahr in der höchsten Spielklasse, stieg aber wieder ab und begann mit Hilfe des Nachwuchses aus der Sporthauptschule einen Verjüngungsprozess in der B-Liga, der schnell Früchte trug. Auch die Herren befanden, dass es an der Zeit war, alles Trennende endlich zu begraben – sie bildeten ebenfalls mit dem „ASKÖ Basketballclub (BBC) Steyr“ einen neuen Verein. Die Ex-Vereine ASV Bewegung und ASKÖ Tabor verschwanden aus der Basketballszene.

Spieljahr 1985/86

Beide Spielgemeinschaften des ASV Bewegung mit anderen Klubs wurden beendet. Den Herren blieb nur ein Neubeginn in der Landesliga, sie landeten erstmals hinter ASKÖ Tabor (Rang 4) auf dem 6. Rang.

Besser erging es den Damen. Der neu gegründete Damenverein ASKÖ BSG übernahm die Spielerinnen der SG Enns/Steyr und damit auch den Platz in der Bundesliga A, die allerdings für das nicht eingespielte Team eindeutig noch zu stark war. Der Abstieg war unvermeidlich, aber man gewann Zeit für die Reife der Jugendlichen. Die Schülerinnen wurden Landesmeister und Zweiter der Staatsmeisterschaft. Die Mädchen der Sporthauptschule nahmen erstmals an der Schülerliga („Schulmilchcup“) teil, gewannen gleich das Landesfinale und wurden beim Bundesfinale in Wolfsberg (Kärnten) Zweiter.

Spieljahr 1986/87

Die Herren-Vereine ASV Bewegung und ASKÖ Tabor folgten dem Beispiel der Damen und schlossen sich zum „ASKÖ Basketballclub Steyr“ zusammen. Die sportliche Leitung übernahm ein Trainerteam (Ernst und Anton Schlemmer, Ernst Schönberger) und die bei den Bundesligaklubs in Wels und Gmunden engagierten Spieler Neuhauser, Sprung und Seidl kehrten zurück. Dennoch scheiterte die Mannschaft noch im Kampf um den Landestitel. Die Damen entschlossen sich zu einer radikalen Verjüngung und kamen in der B-Liga auf Rang 6 (das war Rang 14 der Staatsmeisterschaft); sie sammelten bei Turnieren in Rosenheim und Steyr zusätzliche Erfahrung. Die Mädchen der Sporthauptschule wurden wieder Landes- und erstmals auch Bundessieger im Schulmilchcup. Sie gewannen – leider außer Konkurrenz – sogar  die Landesmeisterschaft der Vereinsteams und sorgten für ein rekordverdächti-ges Spiel: Gegen das Vereinsteam von UBC Media Rent Wels gelang ihnen noch ein 46:44 – Sieg, nachdem sie 7 Minuten vor dem Ende noch aussichtslos mit 14:40 zurückgelegen waren!

Spieljahr 1987/88

Die Damen holten sich bei Turnieren in Herzogenaurach, Steyr, Nürnberg und Sopron weitere Erfahrung und gewannen die Play-Off-Gruppe 3 der Bundesliga (Staatsmeisterschafts-Rang 11), die Herren schockten in der Landesliga die Konkurrenz mit Rekordsiegen und wurden ungeschlagen Landesmeister. Sie schienen auch bei der Bundesliga-Qualifikation einem ungefährdeten Erfolg entgegen zu gehen. Vor den entscheidenden letzten Spielen brachte allerdings eine Verletzung von Neuhauser Sand ins Getriebe – der Aufstieg wurde verpasst. Die ASKÖ-BSG-Jugend wurde Landesmeister und kam in der Staatsmeisterschaft auf Rang 2, die Mädchen der BHAK Steyr wurden Landessieger in der Schulmeisterschaft der Oberstufe. Petra Sthul wurde als erste Steyrerin in das Damen-Nationalteam berufen, in dem auch Ernst Schlemmer als Assistant-Coach tätig war. Beide waren bei dem von ASKÖ BSG organisierten Länderspiel gegen den Olympia-Zweiten Südkorea in Steyr im Einsatz.

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Hintere Reihe:

Christine Baumgartner, Claudia Kaltenbacher, Vera Wiesbauer, Iris Brysch, Romana Zehetner.

Vorn:

Petra Ackerl, Elke Löschl, Stella Koschat, Michaela Kitzmüller und Inge Dorn.

Liegend: Trainer Ernst Schlemmer

Die Glanzzeit der Damen
(1988-95)

Hintere Reihe: Assistant-Coach Helmut Schönberger, Doris Gaßner, Daniela Brunner, Cordula Petritsch, Roswitha Oberwagner, Vera Wiesbauer,

Coach Ernst Schlemmer.

Vorn: Ingrid Schönberger, Petra Sthul, Regina Baumgartner, Annette Fragner, Stella Koschat, Elke Buchberger, Christine Radecki.

Montgermont: Birgit Mitterhuber beim Korbwurf im Spiel gegen Stringer Brighton (England)

Die U-14-Mannschaft der ASKÖ BSG Steyr:

Hinten: Eleonor Repnik, Yvonne Heidl-mayr, Birgit Rauch,Evita Pessenhoffer, Doris Dirnberger, Kerstin Mayrhofer, Kerstin Tarde,

Elke Kaspar;

Vorne: Doris Kletzmayr, Birgit Mitterhuber, Ivona Spasojevic,Daniela Steininger, Sabine Neundlinger

Die Herren von ASKÖ BBC spielten in China vor 3000 Zuschauern.

Jubelszenen in der Steyrer Sporthalle: ASKÖ BSG ist Staatsmeister!

Stehend: Masseur Karl Pessenhoffer, Cordula Petritsch, Helga Pargfrieder, Kerstin Tarde, Doris Gaßner, Evita Pessenhoffer, Petra Sthul, Coach Ernst Schlemmer.

Vorn: Stella Koschat, Tatiana Surkova, Ingrid Zeilinger, Annette Fragner

Aus der Sporthauptschule kamen ständig talentierte Mädchen zum Verein, die Damen waren auf ihrem Weg nach oben nicht aufzuhalten. Trotz ständigem Geldmangel und rein amateurhaften Bedingungen stiegen sie wieder in die Bundesliga A auf, kamen in den folgenden 7 Jahren sechs mal unter die Top-5 in Österreich und holten dabei 4 Staatsmeisterschaftsmedaillen, darunter im Jahr 1993 als erste Steyrer Kampfmannschaft überhaupt Gold. Bis zu 7 Steyrerinnen spielten im Nationalteam, ASKÖ BSG spielte im „Ladies Supercup“ gegen Spitzenteams aus Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien und Slowenien und im Europacup der Meister. Die Herren litten unter dem zu geringen Nachschub aus der Sporthauptschule und dem damit verbundenen ständigen Mangel an genügend leistungsorientierten Spielern, der nur selten und dann meist sehr kurz ein Anknüpfen an alte Erfolge ermöglichte.

Spieljahr 1988/89

Die Damen wurden Meister der Bundesliga B und Sieger der mittleren Play-Off-Gruppe, das war Rang 5 in der Staatsmeisterschaft! Die Jugendlichen Koschat und Wiesbauer spielten im Jugend-Nationalteam bei der EM-Qualifikation in Deutschland. Die Juniorinnen der ASKÖ BSG gewannen die Landesmeisterschaft sowohl in ihrer Altersklasse als auch bei den Damen, die Mädchen der BHAK wurden in der Schulmeisterschaft (Oberstufe) Bundesmeister und fuhren zur Schul-WM nach Orleans (Rang 15). Die Herren erlitten einen argen Rückschlag und konnten ins Titelrennen der Landesliga nicht eingreifen. Absoluter Höhepunkt der Saison war aber die Europameisterschaft der Damen, Gruppe C, in Steyr mit Österreich, Albanien, Türkei, Griechenland, Portugal und Polen.

In Österreichs Team: Die BSG-Spielerinnen Doris Gradauer und Petra Sthul sowie Ernst Schlemmer als Assistant-Coach. Er war auch der Organisationsleiter, wobei sich ihm rund 60 freiwillige Mitarbeiter (!) zur Verfügung stellten. Im Rahmen dieses Turniers fand auch ein Rollstuhlbasketball-Länderkampf gegen Deutschland statt, bei dem der Steyrer Luis Grieb seine tragende Rolle im österreichischen Team unter Beweis stellte.

Spieljahr 1989/90

Ein hochkarätiges Freundschaftsspiel in Steyr eröffnete die Saison:

ASKÖ BSG – Samsung Women Basketball (Südkorea). Internationale Turniere in Salzburg, Strakonice und Steyr brachten wertvolle Erfahrung, die 5 BSG-Spielerinnen Sthul, Gradauer, Petritsch, Koschat und Wiesbauer wurden zu Fixstarterinnen im Damen-Nationalteam, in dem Ernst Schlemmer weiterhin als Assistant-Coach und kurz auch als Headcoach wirkte. Sie spielten in einem freundschaftlichen Länderspiel gegen die DDR in Steyr und beim Sieg Österreichs beim FIBA-Promotion-Cup in Luxemburg (Siege gegen Luxemburg, Island, Wales, Zypern und Irland) sowie beim Vierländerturnier in Halle (DDR) mit Rang 1 und Siegen gegen Polen und Rumänien. Der Aufschwung der Steyrer Damen setzte sich dem entsprechend fort: Sie erreichten in ihrem ersten Jahr in der höchsten Spielklasse gleich Rang 3 und Staatsmeisterschafts-Bronze. Die Juniorinnen und die Minibasketball-Mannschaft der ASKÖ BSG wurden Landesmeister, die Herren des ASKÖ BBC kamen in der Landesliga auf Rang 5.

Spieljahr 1990/91

Die Damen stellten wieder mit Sthul, Petritsch, Koschat, Drumel, Schlemmer den Großteil des Nationalteams bei einem Vier-Länder-Turnier in Bertrange/ Luxemburg (AUT, DAN, TUR, LUX) und der abermals nach Steyr vergebenen EM-Qualifikation (AUT, CYP, POR, TUR, GRE, DAN, FRA).

Die Strapazen wurden dann jedoch nicht ganz verkraftet, ASKÖ BSG landete in der Bundesliga A nach Rang 1 im Grunddurchgang „nur“ auf Rang 4.

Die Herren des ASKÖ BBC Steyr wurden Landesmeister, scheiterten aber an der Qualifikation für die Bundesliga B. Auch die BSG- Schülerinnen begaben sich bei Turnieren in Wien, in Strakonice und in Steyr auf internationales Parkett.

Der Sensationserfolg schlechthin gelang ihnen aber mit Rang 2 beim „Europaturnier“ in Montgermont (FRA) mit Teams aus England, Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und Belgien, wobei nur das Finale gegen das Schüler-Nationalteam Belgiens mit 25:26 verloren wurde.

Spieljahr 1991/92

Eine Wettspielreise der Herren nach China (Provinz Shandong) hinterließ bei allen Beteiligten nachhaltige Eindrücke und war auch

sportlich recht erfolgreich.

ASKÖ BBC fand einen Sponsor, änderte den Namen auf

„BBC Medias Steyr“

und kam in der Landesliga auf

Rang 2.

Die Damen der ASKÖ BSG spielten zu Saisonbeginn gegen Spitzenteams aus Ungarn, Slowakei und Deutschland, stellten wieder 5 Spielerinnen (Gaßner, Sthul, Koschat, Wiesbauer und Drumel) sowie Coach Schlemmer und Physiotherapeut Karl Landa ans Nationalteam für den FIBA-Promotion-Cup in Gibraltar (TUR, CYP, ISL, IRL, LUX) und für ein Vierländerturnier in Luxemburg (TUR, SLK, LUX, AUT) ab, verstärkten sich im Meisterschaftsfinish noch mit der Tschechin

Kata Chlebowczykova und eroberten in der Staats-meisterschaft die Silbermedaille.

Sie gewannen schließlich auch das Turnier in Herzogenaurach (Finale 47:42 gegen Sokol Hradec Kralove/CZE). International durchaus mit Erfolg tätig waren die Schülerinnen der

ASKÖ BSG: Sie erreichten unter anderem bei den „Lunda-Spielen“ in Schweden unter

51 Teams das Achtelfinale. Sie wurden außerdem Landesmeister und holten wie die Damen Staatsmeisterschafts-Silber. Als Mannschaft der Sporthauptschule gewannen die Mädchen das Landes- und das Bundesfinale im Schulmilchcup. Landesmeister wurde auch die BSG-Jugend.

Die 5 Steyrerinnen im Nationalteam:
Vera Wiesbauer, Doris Gaßner, Stella Koschat, Petra Sthul, Elisabeth Drumel

Spieljahr 1992/93

Die Damen verstärkten sich mit der CSSR-Teamspielerin Dipl.Ing. Tatiana Surkova, der eine ihrer Qualifikation entsprechende berufliche Tätigkeit vermittelt werden konnte, sowie mit den Teamspielerinnen Ingrid Zeilinger und Helga Pargfrieder ganz entscheidend. Im Herbst spielte beim neu geschaffenen „Ladies’ Basket-Supercup“ auch noch die finnische Teamspielerin Heli-Kaarina Murojärvi bei ASKÖ BSG, die allerdings noch vor Beginn der Bundes-ligameisterschaft aus Studiengründen wieder in ihre Heimat zurückkehrte. Die Spiele gegen Spitzenteams aus Slowenien, Kroatien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei brachten zwar nur einen einzigen Sieg (Apis Maribor),

gaben der Steyrer Mannschaft aber den letzten Schliff.

Im Damen-Nationalteam kamen mit Doris Gaßner, Stella Koschat, Helga Pargfrieder, Cordula Petritsch, Petra Sthul und Ingrid Zeilinger gleich 6 Steyrerinnen bei insgesamt vier Länderspielen gegen Slowenien und Luxemburg (davon eins in Steyr) zum Einsatz, das Jugend-nationalteam

(mit Kletzmayr, Pessen-hoffer und Tarde) spielte gegen die gleichen Nationen. Eine Strafbeglaubigung nach einer unvermeidlichen Spielabsage wegen einer Grippewelle warf ASKÖ BSG in der Bundesliga zunächst auf Rang 4 zurück und sorgte für einen ungünstigen Spielplan in den Play-Offs.

Trotz des Handicaps sicherten sich die BSG-Damen dann aber sensationell den Staatsmeistertitel, den ersten überhaupt für Steyr in einer Mannschaftssportart.

Die Herren des ASKÖ BBC wurden Landesmeister und stiegen in die Bundesliga B auf. Die Jugendlichen Kerstin Tarde und Evita Pessenhoffer spielten mit dem österreichischen Jugendteam bei der EM-Qualifikation in Tulcea (Rumänien) gegen Rumänien, Kroatien, Griechenland und Israel. Steyr wurde auch von der Streetball-Welle erfasst: Es gab Turniere auf dem Parkplatz von McDonald’s und auf dem Freiplatz der BHAK.

Spieljahr 1993/94

Gleich in der ersten Runde des Europacups war ASKÖ BSG gegen den slowenischen Meister und späteren Finalisten Diamond Jezica Ljubljana chancenlos – Gott sei Dank, denn einen Aufstieg hätte man finanziell kaum verkraftet – eine Reise nach Russland drohte. Auch im Supercup gab es keine Erfolge, aber noch immer viel zu lernen. Leider begriffen das nicht alle Spielerinnen, es zeigten sich dort und da plötzlich „Starallüren“, die schließlich eine Krise auslösten.

Beim Promotion-Cup auf Zypern (ISL, LUX, SUI, GIB, IRL, AUT) war mit Garstenauer, Gaßner, Koschat, Pargfrieder, Pessenhoffer, Sthul und Zeilinger noch eine „verstärkte Mannschaft von ASKÖ BSG Steyr“ als Nationalteam siegreich, bald darauf ließen aber Pargfrieder und Zeilinger überraschend die Mannschaft noch vor Meisterschaftsbeginn im Stich. Die notwendige Umstellung gelang nicht in der kurzen Zeit, ASKÖ BSG kam daher nur auf Rang 6. Die „Restbestände“ gewannen dann allerdings nochmals das Turnier in Herzogenaurach.

Die McDonald’s – Herren belegten trotz Verstärkung durch den Amerikaner James Williams in der Bundesliga B nur den letzten Platz, retteten sich aber im Relegationsturnier vor dem Abstieg.

Spieljahr 1994/95

Der Belgier Robert Dougherty ersetzte Ernst Schlemmer als Trainer der Damen, wurde aber schon nach wenigen Monaten von Siegfried Gaßner abgelöst. ASKÖ BSG bestritt internationale Freundschaftsspiele gegen Slovan Bratislava und Postas Sopron, die Damen-Bundesliga wurde in eine Ost- und eine West-Liga geteilt. Die BSG-Damen kamen nochmals auf Rang 2 und holten Staatsmeisterschafts-Silber. Koschat und Sthul waren mit dem Nationalteam in Israel bei der EM-Qualifikation gegen Irland, Israel, Griechenland, Albanien, Schweiz, Bulgarien und Weißrussland im Einsatz.

Die Herren ersetzten Legionär James Williams durch Namensvetter Steve, verpflichteten zusätzlich noch Jimmy Blake und behaupteten sich mit Rang 6 (Staatsmeisterschaft: Rang 14) sicher in der B-Liga. Die weibliche Jugend und die Schülerinnen wurden Landesmeister, die Schülerinnen holten außerdem Silber bei der Staatsmeisterschaft.

Die Mädchen der Sporthauptschule gewannen sämtliche Bewerbe, an denen sie teilnahmen: Landes- und Bundesfinale des Schulmilch-Cups und die OÖ. Mini-Basketball-Schulmeisterschaft.

Das Jubiläum „40 Jahre Basketball in OÖ“ wurde in Steyr mit einem großen internationalen Minibasketballturnier des BBC McDonald’s gefeiert. Schließlich sorgten noch die weiblichen „Minis“ mit einem Turniersieg in Steyr (Strakonice, Montgermont, Lokomotiva Bratislava) für einen recht beachtlichen Erfolg auf internationaler Ebene.

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Der Kampf um den Anschluss (1995-05)

Bosman lässt grüßen: Der Kampf um den Anschluss

Das „Bosman-Urteil“ und der EU-Beitritt veränderten die Sportszene gravierend: Nun konnte man ohne eine(n) einzige(n) Österreicher(in) Staatsmeister werden, und es war nicht mehr möglich, mit vertragslosen Amateuren auch nur mittelfristig sinnvoll zu planen.

Da es nie gelang, größere Sponsoren in Steyr zu finden und einen Betrieb mit Vertragsspieler/innen oder gar Profis in Steyr einzurichten, vergrößerte sich der Abstand zur Spitze und zu den finanzkräftigen Klubs immer mehr. Gleichzeitig kamen allmählich die gleichwertigen Gegner abhanden, weil sich zwischen Leistung (fast nur mehr von Profis angestrebt) und Hobby (ohne jegliche Verpflichtung) eine riesige Kluft auftat. Es wurde immer schwieriger, verlässliche und ehrgeizige Kinder und Jugendliche zu finden, die Streetball-Mentalität („just for fun“)

nahm überhand. Besonders hart getroffen von der Entwicklung wurden die Herren, denen jener Nachschub aus der Sporthauptschule fehlte, von dem die Damen „lebten“. Ein Ausbrechen aus dem Teufelskreis

„Keine Vorbilder – kein Interesse – kein guter Nachwuchs – keine Vorbilder“ gelang nicht. ASKÖ BSG musste nach der Abwanderung einiger Damen zu finanzkräftigeren Klubs und auch aus finanziellen Gründen aufgelöst werden, gleichzeitig wurde mit dem Damenbasketballklub Steyr ein neuer Verein gegründet, der den Betrieb ausschließlich mit Nachwuchsteams fortsetzte. Trotzdem gelang bald wieder der Einstieg in die Bundesliga; schließlich wiederholte sich der Vorgang: Abwanderung, Geldsorgen, freiwilliger Rückzug aus der Bundesliga, Neustart mit Jugendlichen. Die Herren zogen sich zunächst ebenfalls aus finanziellen Gründen freiwillig aus der Bundesliga zurück, schafften dann nochmals den Aufstieg; die zu geringe Zahl leistungsorientierter Spieler verhinderte aber ein wirkliches Festsetzen in dieser Spielklasse und es ging wieder abwärts. Schließlich schafften sowohl die Damen als auch die Herren die abermalige Rückkehr in die Bundesliga, allerdings mit völlig verschiedenen Mitteln: Die Damen mit eigenen Nachwuchsspielerinnen, die Herren mit einigen „Fremdanleihen“ vorwiegend aus Wels und Linz.

Spieljahr 1995/96

Der Weggang der Spielmacherinnen Koschat (nach Wels) und Sthul

(nach Oberpullendorf) sowie der routinierten Dipl.Ing. Surkova

(im Winter nach Klosterneuburg) war bei ASKÖ BSG nicht wettzumachen: Die BSG-Damen fielen auf Rang 8 zurück. Die Herren des BBC McDonald’s zogen sich aus finanziellen Gründen freiwillig aus der Bundesliga zurück, verjüngten die Mannschaft und kamen in der Landesliga auf Rang 3. Erfolgreich waren die Schülerinnen: Sie wurden Landes- und wieder einmal Staatsmeister. Die weibliche Jugend wurde ebenfalls Landesmeister und die Mädchen der Sporthauptschule  wiederholten im „Raiffeisen-Schulcup“ den Erfolg aus dem Vorjahr:

Sie gewannen abermals das Landes- und auch das Bundesfinale.

Spieljahr 1996/97

Die zu sehr geschrumpfte Mannschaft der ASKÖ BSG wurde zu spät von der Bundesliga  abgemeldet. Weil die Strafe des Verbandes das  Budget des Vereins gesprengt hätte, wurde dieser aufgelöst. Es wurde sofort ein neuer Klub gegründet: „Damen-Basketballklub Steyr“  (DBK).  Er führte  zunächst ausschließlich Nachwuchsmannschaften. Das U-14-Team lieferte mit der Wiederholung von Rang 2  (wie 1990) beim Europaturnier in Montgermont (Frankreich, 8 Nationen) sofort einen Qualitätsbeweis. U-18-, U-16- und U-14-Mannschaft (also alle Nachwuchsteams des DBK) wurden Landesmeister, die U-14-Mannschaft außerdem wieder Staatsmeister. Auch die Mädchen der Sporthauptschule gewannen erneut beim Schulcup sowohl den Landes- als auch den Bundesbewerb. Sehr deutlich zu Wort meldeten sich wieder die Herren von  McDonald’s:

Sie schafften den Landesmeistertitel und erfreulicherweise auch noch die Qualifikation für die Bundesliga B.

Spieljahr 1997/98

BBC McDonald’s hatte in der B-Liga von Anfang an schwer zu kämpfen und schaffte mit Rang 4 in der Abstiegs-Runde gerade noch den Klassenerhalt. DBK Steyr stieg mit einer Sondergenehmigung des Verbandes wieder in die Bundesliga ein:  Bei Meisterschaftsbeginn hatte die Mannschaft ein Durchschnittsalter von nur 16,1 Jahren. Sie war dennoch nie ernsthaft in Abstiegsgefahr und beendete das erste Bundesligajahr auf dem 8. und vorletzten Platz. Die Juniorinnen (U-18), die weibliche Jugend (U-16) und die Schülerinnen (U-14) wurden Landesmeister, die Juniorinnen kamen in der Staatsmeisterschaft auf Rang 2, die Schülerinnen auf Rang 3. Christina Halmich als Spielerin und Ernst Schlemmer (Head-Coach) feierten mit dem Jugend-Nationalteam in Wien einen Sieg gegen Irland (50:49). Die DBK-Mädchen Christina Halmich (15) und Ineke Krieger (16) wurden für den FIBA-Promotion-Cup in Oberpullendorf sogar ins Damen-Nationalteam berufen.

Während Halmich in allen Spielen (Zypern, Armenien, Wales, Island, Luxemburg) auch zum Einsatz kam, wurde der Aufenthalt für Krieger zum Urlaub: Sie musste zuschauen, weil das Managerduo des Österreichischen Basketballverbandes vergessen hatte, für sie eine FIBA-Lizenz ausstellen zu lassen…

 

Spieljahr 1998/99

Die Damen des DBK verbesserten sich um einen Rang und kamen in der Bundesliga auf Rang 7, die Herren des BBC McDonald’s gingen nach gutem Start regelrecht ein und sanken auf den letzten Platz ab.

Sie konnten auch in der Relegation nicht bestehen und mussten zurück in die Landesliga. Die Juniorinnen und die Jugendmannschaft von DBK wurden Staatsmeister, bei BBC McDonald’s ließen die Jüngsten aufhorchen:

Die Minibasketballer (U-12) wurden Landesmeister. Die Sporthauptschule holte sich wieder einmal den Landes- und den Bundestitel im Schulcup. Ineke Krieger wurde ins Damen-Nationalteam berufen, bekam diesmal eine Lizenz und spielte in Rumänien EM-Qualifikation, Christina Halmich und Coach Schlemmer schafften mit Österreichs Kadettinnen in

Skofja Loka mit international beachteten Siegen gegen Slowenien und Portugal den Aufstieg und fuhren zur „Challenge-Round“ der EM in Santander (ESP).

Österreichischer U-16-Meister 1999: DBK Steyr

Österreichischer U-18-Meister 1999: DBK Steyr

Spieljahr 1999/2000

Bei der EM-Qualifikation der Juniorinnen in Frohnleiten waren Christina Halmich, Ineke Krieger, Solange Grieb und Ernst Schlemmer als Assistant-Coach mit dem österreichischen Team im Einsatz. Die BSG-Damen verbesserten sich – nicht zuletzt durch den Zugang der erfahrenen rumänischen Teamspielerin Edit Szöke, die in schwierigen Phasen Ruhe in die junge Truppe brachte – auf Rang 5 in der Bundesliga, die Herren belegten in der Landesliga Rang 3. Die Juniorinnen verteidigten nicht nur  den im Vorjahr errungenen Staats- und Landesmeistertitel ihrer Altersklasse mit Erfolg, sie gewannen auch die Landesmeisterschaft der Damen. Landesmeister wurde auch die weibliche Jugend.

Sie zählten zu den besten Juniorinnen in Österreich:

Ineke Krieger, Solange Grieb und Christina Halmich

Spieljahr 2000/01

Im Sommer wechselte Ineke Krieger nach Wels und Ernst Schlemmer wurde von einer spielenden Trainerin abgelöst: Gabi Szöke, die nun mit ihrer Schwester Edit ein Legionärinnen-Duo bildete. Der weitere Aufstieg auf Bundesliga-Rang 4 verschleierte die Tatsache, dass der ursprünglich große Kader zu schrumpfen begann, weil die Steyrer Jugendlichen nur selten zum Einsatz kamen. Die Herren von BBC McDonald’s belegten Rang 4 in der Landesliga. Die Schülerinnen des DBK holten sich in Genf bei einem Turnier Spielerfahrung. Sie mussten mangels weiblicher Gegner in der Landesmeisterschaft der männlichen U-14-Teams mitspielen und kamen dabei auf Rang 3. Dafür gewannen sie die Staatsmeisterschaft und als Team der SHS Steyr wieder das Landes- und das Bundesfinale des Raiffeisen-Schulcups. Bei einem internationalen Turnier in Steyr kamen sie auf Rang 2.

Österreichischer Meister der Altersklasse U-14: DBK Steyr

Spieljahr 2001/02

Die bereits seit langem diskutierte Zusammenarbeit der lokalen Vereine im Nachwuchsbereich wurde mit der Gründung des

„Basketballzentrums Steyr/ Garsten“ verwirklicht.  BBC McDonald’s , DBK und der SV Garsten bestanden als Zweigvereine zwar weiter, die Agenden gegenüber dem Verband vertrat jedoch nur das BBZ.

Der Start der insgesamt 11 Nachwuchsteams verlief vielversprechend, vorwiegend jedoch für die Mädchenteams: Staatsmeisterschafts-Silber sowie Landes- und Bundessieg im Schulcup (als SHS Steyr) für die „Connect Hexen“, Sieg der „Young Witches“ in einem Turnier der

U-16-Teams der Bundesligaklubs und Landestitel für die

„Junior Whales“ (U-18). Die Damen  („DBK Steyrer Hexen“) verloren mit Christina Halmich wieder einmal die Spielmacherin – sie übersiedelte zum Meister nach Klosterneuburg. Da einige Spielerinnen ständige interne Querelen satt hatten und deswegen ihre Karriere beendeten, wurde die ohnehin schon große Personalnot ausgesprochen bedenklich.

DBK rettete sich trotzdem noch auf Rang 5 der Bundesliga.

Die McDonald’s-Herren setzten auf totale Verjüngung und erlitten aufgrund der Unverlässlichkeit der Aktiven Schiffbruch:

Nur Rang 6 in der Landesliga.

Spieljahr 2002/03

Die Legionärinnen Gabi und Edit Szöke nahmen ein Angebot aus Herzogenburg an, mit Erna Kesmer wechselte das nächste Talent nach Klosterneuburg. Aufgrund der personellen und finanziellen Situation zogen sich die Damen aus der Bundesliga zurück und stellten 2 Teams in der OÖ. Landesliga, die von einem Trainerkollektiv

(Hartl, Schlemmer, Radecki) betreut wurden. Dies wurde von den Spielerinnen aber ganz offensichtlich nicht angenommen, sodass der Misserfolg unvermeidlich war: Rang 4 in der Landesliga für die „Hexen“, Rang 6 für die „Blue Whales“. Bei den Herren kam die Gruppenbildung klar zum Vorschein: 4 Spieler und Trainer Anton Sprung wechselten zu Union Enns, neuer Trainer wurde Harald Neuhauser. Auch er wurde von den Spielern meist im Stich gelassen: Mit Rang 3 verfehlten die Herren das Saisonziel klar. Nennenswerte Leistungen kamen nur von den Mädchen, die in ihrem ersten U-14-Jahr der Staatsmeisterschaft Rang 3 belegten. Bei einem internationalen Turnier am Ende der Saison in Steyr, das auch in gesellschaftlicher Hinsicht viel Beachtung fand, belegten sie Rang 2 unter 5 Teams. Erfreulich auch die Jüngsten: Das U-10-Team wurde Landesmeister! Das „Basketballzentrum“ litt unter dem nach wie vor ausgeprägten Argwohn der Zweigvereine, einem Mangel an Trainern und Trainingsmöglichkeiten, und einem ausgeprägten Bürokratismus der Stadt Steyr, durch den die geplante Erfassung von Volksschülern erschwert wurde.

Spieljahr 2003/04

BBC McDonald’s stieg noch vor Saisonbeginn aus dem

BBZ Steyr/ Garsten aus und agierte wieder eigenständig als Verein des OÖBV. Das BBZ beschränkte sich nun auf den rein weiblichen Sektor. 

 Die neue Steyrer Stadthalle, die am 30.09.2003 eröffnet wurde und durch eine falsche Spielfeldmarkierung auf den Querfeldern bis Jahresende 2003 nur eingeschränkt benützbar war, brachte für die Basketballer weder Vorteile noch einen Aufschwung. Erfolge gab es nur durch weibliche Nachwuchsteams: Gleich zu Saisonbeginn gewannen die U-14-Teams „Connect Hexen“ und „Witch Rookies“ bei einem Turnier in Genf alle (7) Spiele.

Die Connect Hexen wurden in weiterer Folge Vize-Staatsmeister und Landesmeister, gewannen beim „Knabbernossi-Schulcup“ als SHS Steyr den Landes- und (bereits zum neunten Mal!) den Bundesbewerb und stellten 6 Mädchen für das im Aufbau befindliche U-14-Nationalteam.

Die Herrenmannschaft kam in der Landesliga nicht unter die ersten 6 und entging nur knapp dem Abstieg. Die Damen spielten ebenfalls in der Landesliga weit unter ihren Möglichkeiten und kamen auf Rang  3.

Spieljahr 2004/05

BBC McDonald’s reagierte auf die Unzulänglichkeiten der letzten Saison mit der Verpflichtung von 7 Spielern aus Wels, Linz und Schwertberg sowie eines neuen Trainers: Zoran Trajceski (Wels). Das steigerte die Spielstärke gewaltig, die Steyrer in dem großen Kader hatten allerdings nur bescheidene Spielanteile. Die Damen erfuhren eine „Blutauffrischung“ durch die 6 eigenen Jugendteamspielerinnen sowie durch die Rückkehr von Doris Gaßner und Kerstin Tarde und wurden ebenfalls wesentlich stärker. Sowohl die Damen als auch die Herren schafften den Landesmeistertitel und meldeten für die Bundesliga, für die es kaum noch Kandidaten gab. Daher entfielen die Qualifikationsspiele.

Landesmeister 2005: DBK Steyrer Hexen

Landesmeister 2005: BBC McDonald’s Steyr

Da SV Garsten keine Mannschaft mehr stellte, wurde das „Basketballzentrum“ hinfällig, jedoch erst im Herbst 2005 offiziell aufgelöst. Der viel zu raue Boden in der Stadthalle verursachte zunehmend Verletzungen, die vor allem die weiblichen Nachwuchsteams so stark dezimierten, dass sie im Meisterschaftsfinish keine Chance mehr hatten, ihren Favoritenrollen gerecht zu werden.

Das Jubiläum „50 Jahre Basketball in Steyr“ wurde mit einem

„Turnier der Generationen“ in der Stadthalle und einem Festabend im Stadtsaal gefeiert und war vom kurz vorher bekannt gewordenen Ableben des „Gründers“ Helmuth Sattler überschattet. Mit Gernot Huber, Gerhard Hartl und Ernst Schlemmer waren im Jubiläumsjahr wieder alle „technischen Referate“ des OÖ. Basketballverbandes von Steyrern besetzt.

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Ihr Weggang schmerzte in mehrfacher Beziehung: Dipl.Ing. Tatiana Surkova – eine Klassespielerin und aufgrund ihres Wesens bei allen beliebt.

Zwei, die viel zum Aufstieg beitrugen:

Markus Flick (Nr. 6) und Harald Neuhauser (Nr. 10)

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Österreichischer U-16-Meister 1999: DBK Steyr

Hinten: Karin Höllhuber, Christina Halmich, Anna Mirkovic, Anna Schneebauer, Sarah Kampel

Davor: Nicole Wagner, Denana Mustedanagic, Susi Punkenhofer, Erna Kesmer, Nathalie Yagoub sowie die Coaches

Ernst Schlemmer und Johannes Krieger

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Österreichischer Meister der Altersklasse U-14: DBK Steyr

Hinten: Sarah Kampel, Sabrina Grießer, Lisa Kastner,

Coach Schlemmer.

Mitte: Silvia Guttenbrunner, Janine Danner, Sylvia Schmidthaler, Brigitte Bröderbauer, Andrea Schedlmayer.

Vorn: Denana Mustedanagic, Lisa Kiß, Nicole Hunger

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Bundesligamannschaft DBK Steyr 2002

Hinten: Gabriella Szöke, Karin Höllhuber, Petra Weigner, Sabine Voglsam, Edit Szöke, Kerstin Tarde;

Davor: Susanne Punkenhofer, Christina Halmich, Präsidentin Gerda Weichsler;

vorn: Erna Kesmer und Solange Grieb

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Das jüngste Steyrer Bundesligateam:
Stehend: Kerstin Tarde, Sabine Neundlinger, Sabine Voglsam, Ineke Krieger;

Kniend: Petra Weigner, Katharina Bürg, Andrea Schagerl, Erna Kesmer, Solange Grieb;

Liegend: Christina Halmich.

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Österreichischer U-18-Meister 1999: DBK Steyr

Hinten: Nathalie Yagoub, Ineke Krieger, Christina Halmich, Andrea Schagerl, Karin Höllhuber, Erna Kesmer, Coach Ernst Schlemmer.
Vorn: Assistant-Coach Johannes Krieger, Solange Grieb, Anna Mirkovic, Nicole Wagner, Susanne Punkenhofer.

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Landesmeister 2005: DBK Steyrer Hexen

Hinten: Solange Grieb, Doris Gaßner, Kerstin Tarde, Lena Meidl, Birgit Friedwagner, Diana Hertl, Daniela Vorderdörfler, Brigitte Bröderbauer.
Vorn: Petra Weigner, Pamela Schmid, Jennifer Marktl, Dominique Thurner, Julia Tiefenthaler.

Auf Händen getragen: Birgit Hundsberger.

Der Kampf ums Überleben (2005-14)

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Die neue Steyrer Stadthalle

Spieljahr 2005/06

BBC McDonald’s verpflichtete weitere Spieler aus Wels, Linz und Amstetten sowie den US-Legionär Byron Johnson und als neuen Trainer den Welser Gregor Leitner, die Steyrer Hexen verließen sich ganz auf die eigene „Produktion“ und verzeichnen dennoch 2 Zugänge: Christina Halmich, die aus Deutsch Wagram zurückkehrte, und Erna Kesmer, die sich nach gesundheitlichen Problemen wieder fit zurückmeldete, leider nach kurzem Zwischenspiel allerdings gleich wieder wegblieb. BBC McDonald’s gelang in der Bundesliga B ein guter Start, auch die unvermeidlichen Rückschläge wurden gut verkraftet. Die mittlere

Play-Off-Gruppe wurde knapp verfehlt, Rang 2 in der dritten Staffel ergab dann Rang 14 in der Staatsmeisterschaft. Die „Steyrer Hexen“ stellten wieder einmal das bei weitem jüngste Team der Bundesliga und litten im Herbst sichtlich unter Routinemangel. Darüber hinaus machte ihnen der viel zu raue Boden in der neuen Stadthalle zu schaffen, Verletzungen verhinderten lange Zeit das Antreten der stärksten Mannschaft. Nach zögerndem Beginn und dem letzten Rang im Grunddurchgang folgte eine beachtliche Steigerung im Frühjahr, sodass die Abstiegssorgen bald weg waren. Am Ende wurde mit Rang 8 das Saisonziel problemlos erreicht. Im Nachwuchsbereich sorgten die Mädchen der Sporthauptschule Steyr mit Rang 2 im Bundesfinale des Schulcups für einen beachtenswerten Erfolg.

Spieljahr 2006/07

BBC McDonald’s fand in der 2. Bundesliga der Herren nur mehr 3 Gegner vor und qualifizierte sich als Zweiter des Grunddurchganges für die Aufstiegs-Play-Off. Dort gab es allerdings keinen Sieg mehr. Eine zweite Mannschaft, die ausschließlich aus Steyrern bestand, blieb dafür im Unterhaus des Landesverbandes ungeschlagen. Bei den Steyrer Hexen zeigte sich eine bis dahin noch nie dagewesene Unverlässlichkeit von jungen Spielerinnen. 3 Mädchen beendeten trotz vorangegangener Zusage mitten in der Meisterschaftsvorbereitung im August ihre Karriere, andere verkrafteten offenbar das hohe Niveau der Steyrer Schulen nicht und hatten keine Zeit für Training und Spiele. Die katastrophale Moral wirkte sich natürlich aus, der im Vorjahr begonnene Aufschwung endete abrupt. Die frustrierten Überreste einer Mannschaft konnten in der Bundesliga mit letztem Einsatz gerade noch Rang 8 sichern und die Übernahme der „roten Laterne“ abwenden, die besonders durch die Unverlässlichkeit betroffene U-18-Mannschaft sorgte sogar für einen Negativrekord im Steyrer Basketballgeschehen: Sie trat zu einer Runde der Österreichischen Meisterschaft mit nur 5 Spielerinnen an und kassierte gegen BC Vienna ein 7:115-Debakel… Die logische Konsequenz war der freiwillige Rückzug der Damenmannschaft aus der Bundesliga.

Sie wurde mit Saisonende ebenso aufgelöst wie die U-18-Mannschaft.

Da sich auch die Herren, bei denen nur noch ein einziger Steyrer zum Einsatz gekommen war, aus der völlig uninteressant gewordenen 2. Bundesliga freiwillig zurückzogen, wurde Steyr mit einem Schlag aus dem überregionalen Basketballgeschehen ausradiert.

Spieljahr 2007/08

Wieder einmal hieß die Parole: Zurück an den Start, Neubeginn. Die Herren verzichteten nun auf auswärtige Spieler und Legionäre, der Versuch der Verjüngung endete noch mit dem Fast-Abstieg aus der Landesliga. Der Klassenerhalt wurde in der Relegation geschafft. Hoffnung vermittelte das U-14-Team, das mit der starken Konkurrenz aus Wels und Gmunden einigermaßen mithalten konnte. Bei den Steyrer Hexen gab es nur 2 Nachwuchsteams (U14 und U12), die zunächst die für Anfänger logischen Probleme hatten, am Ende der Saison aber bereits von Sieg zu Sieg eilten und an der Spitze der Landesbewerbe aufschienen.

Spieljahr 2008/09

Der Aufreger der Saison: Die Stadt Steyr begann mit dem Bau der Volksschule Resthof und einer Turnhalle, die um jeweils 55 cm zu kurz und zu schmal geplant war, um ein normales Basketballfeld unterzubringen. Interventionen blieben erfolglos und auch die Tatsache, dass der ORF sich der Sache an- und die Stadt Steyr ins Buch der „Schildbürgerstreiche“ aufnahm, führte zu keiner Änderung. Damit stand fest, dass in der 38.000-Einwohner-Stadt weiterhin nur ein einziges Basketballfeld mit normalen Maßen (zumindest Qualifikation Landesliga) vorhanden sein würde. Die allgemeine Wirtschaftskrise machte sich auch im Bereich Sponsoring bemerkbar, die Möglichkeiten wurden immer mehr eingeschränkt. Der Leistungsbetrieb kam sowohl bei den Herren (Landesliga Rang 5) als auch bei den Damen (Landesliga Rang 4, ständig am Rande der Mannschaftsauflösung wegen Unverlässlichkeit der Spielerinnen) praktisch zum Erliegen. Beim BBC McDonald’s gelang der U-14-Mannschaft ein durchschlagender Erfolg: Landesmeister und in Spielgemeinschaft mit Gmunden sogar der Titel eines Österreichischen Meisters, die Mädchen der Steyrer Hexen – in sämtlichen Teams um ein Jahr jünger als die Gegner – hamsterten zweite Plätze. Patrick Rohrweck (BBC McDonald’s) und Saskia Mai (Steyrer Hexen) fanden Aufnahme in den Kader des ihrer Altersstufe entsprechenden Nationalteams.

Spieljahr 2009/10

Die Steyrer Hexen verbuchten mit Svetlana Orekhova, die aufgrund ihrer Hochzeit mit dem Steyrer Friseur-Weltmeister Rudolf Meidl aus Herzogenburg nach Steyr übersiedelte, völlig überraschend den Zugang einer absoluten Klassespielerin (U20-Weltmeisterin mit der Sowjetunion, Europacupsiegerin mit Dynamo Kiew, seit 1992 österr. Bundesliga…). Das hatte zur Folge, dass sich doch einige Damen, die eigentlich nicht mehr spielen wollten, zum Weitermachen entschlossen. Es entstand eine Mannschaft, in der Routiniers und Jugendliche gleichermaßen vertreten waren (älteste Spielerin: 42 Jahre, jüngste: 14 Jahre!). Die Routiniers gingen mit den Youngsters sehr behutsam um und brachten sie zu einer beachtlichen Steigerung. Der Lohn für alle war der überlegene Landesmeistertitel. Die Herren schafften den Klassenerhalt in der Landesliga problemlos, kamen allerdings über das Mittelfeld nicht hinaus. Beide Steyrer Vereine gingen mit dem Vorsatz in die Saison, sich vorwiegend der Nachwuchspflege zu widmen. Sie konnten dabei zumindest Teilerfolge verbuchen. Den einzigen Landesmeistertitel schafften die Hexenschülerinnen (U14), in der Österreichischen Meisterschaft kam aber sowohl für die U14- als auch für die U16-Mannschaft der Hexen in der ersten Runde das Aus. Recht erfolgreich verlief die Schulaktion des OÖBV im Bereich Steyr: 6 Volksschulen nahmen teil, im Juni gab es in der Stadthalle ein Minibasketballturnier mit 157 Kindern.

Spieljahr 2010/11

Bei den Steyrer Hexen zeigte sich der nun bereits traditionelle Schwund der Aktiven wieder deutlich. Vor allem die Vierzehn- bis Sechzehnjährigen erwiesen sich als völlig unzuverlässig und unberechenbar. Beim Trainingslager in Inzell (28.08. bis 04.09.2010) waren noch 15 Mädchen mit Begeisterung bei der Sache, dann fiel die Trainingsbeteiligung eklatant ab. Dem entsprechend stagnierte die Entwicklung der Mannschaft, die am Ende eher peinliche Vorstellungen lieferte und gerade noch genügend Spielerinnen hatte, um überhaupt spielen zu können. Die Damen hingegen – verstärkt durch den Zugang von Stella Staudinger (Koschat), die 6 Jahre lang als Profi in Deutschland, Schweden und Italien gespielt hatte, – eilten von einem ungefährdeten Sieg zum nächsten und verteidigten den Landesmeistertitel problemlos und ungeschlagen, obwohl mit dem SK Kammer eine Bundesligamannschaft auch in der Landesliga mitspielen durfte. Auch die Herren kämpften mit der Streetball-Mentalität („just for fun“) und der Unzuverlässigkeit der Aktiven. Der neue Trainer (Harald Neuhauser) hatte sich das alles ganz anders vorgestellt. Der Niedergang war nicht zu verhindern: Die Herren kamen in der Landesliga nur auf den vorletzten Platz und mussten in die Relegation, die sie allerdings für sich entschieden; die männlichen Nachwuchsteams blieben erfolglos. Die Schulaktion des OÖBV wurde fortgesetzt und brachte ein sensationelles Meldeergebnis von 11 Schulen im Bereich Steyr (28 Gruppen, 455 Kinder! Nur 16 Gruppen konnten aus organisatorischen und finanziellen Gründen letztendlich betreut werden). Als Trainer wirkten Svetlana Orekhova und Oliver Tötzl.

Spieljahr 2011/12

Die routinierten Spielträgerinnen der Damenmannschaft (Orekhova, Staudinger, Halmich) beendeten ihre Laufbahn, die stark verjüngte Mannschaft hatte aufgrund ihres Routinemangels, aber auch wegen der wieder auftretenden Unverlässlichkeit (zu) vieler Spielerinnen keine Chance, an die Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen und landete auf dem vorletzten Platz. Eine Kooperation mit der Hauptschule Losenstein schien zunächst sehr vielversprechend und brachte einen nominell großen Kader für die U16-Mannschaft, die in der Österreichischen Meisterschaft aber bereits in der Vorrunde scheiterte und in der Landesmeisterschaft noch getrennt (Losenstein und Steyr) spielte. Im Lauf des Spieljahres ließen sich aber einige recht talentierte Spielerinnen immer weniger bis gar nicht mehr blicken. Aus der Schulaktion fand sich eine

U12-Mannschaft, die von Anfang an gut harmonierte und von den Eltern vorbildlich unterstützt wurde. Erfolge waren für die Anfängerinnen naturgemäß rar, der Fortschritt aber unübersehbar. Die Herren erreichten den Tiefpunkt: Sie stiegen aus der Landesliga ab. Auch die Nachwuchsteams blieben abermals erfolglos, die Unverlässlichkeit verhinderte auch hier jeglichen Fortschritt. Die Schulaktion wurde mit Erfolg fortgesetzt: An einem von den Steyrer Hexen organisierten Turnier für die Mädchen der Volksschulen nahmen insgesamt 9 Mannschaften teil.

Spieljahr 2012/13

Die eigentlich abgestiegenen Herren des BBC McDonald’s konnten aufgrund des Ausfalls der für die Landesliga qualifizierten Mannschaft des BBC Linz in der Landesliga verbleiben, blieben aber trotzdem ihrer Devise „just for fun“ treu: Trainer Neuhauser verabschiedete sich. Die Steyrer Hexen starteten in die Landesliga mit einer Mannschaft, in der zunächst nur 3 Spielerinnen älter als 16 Jahre waren, litten ebenso wie die Herren darunter, dass manche das Training bzw. Basketball an sich viel zu wenig ernst nahmen. Es war kaum möglich, die ganze Mannschaft zu einem Training zu versammeln, daher blieb auch im Spiel alles Stückwerk.

Daran änderte auch der Zugang einer weiteren routinierten Spielerin im Lauf des Jahres nichts: Die Mannschaft gewann kein einziges Spiel. Die jüngeren Nachwuchsteams der Hexen zeigten sich sehr verlässlich und einsatzfreudig, machten große Fortschritte. Die Teilnahme am Osterturnier in Wien zahlte sich für die U14-Mannschaft aus, sie gewann sogar 2 Spiele. Der Landesmeistertitel war dann letztendlich der verdiente Lohn für die Mädchen, die erst 2 Jahre Basketball spielten und als Team überzeugten. Die U16-Mannschaft übernahm hingegen leider den Geist der Damenmannschaft und blieb Stückwerk, wenngleich sich einige wenige Spielerinnen ganz gut entwickelten. Völlig unverlässlich waren die Mädchen aus Losenstein, was zum Teil berechtigten Unmut bei den Steyrer U14-Mädchen hervorrief, die oft völlig unvermittelt als „Notnägel“ einspringen mussten. Beim Osterturnier wurde das Niveau der Mannschaft schonungslos aufgezeigt: Sie agierte blamabel und blieb erfolglos. Dass auch dieses Un-Team Landesmeister wurde, wirft ein extrem schlechtes Licht auf das Niveau in Oberösterreich. Auch bei den männlichen Nachwuchsteams blieben nennenswerte Erfolge aus und die Herren wiederholten ihre Platzierung aus dem Vorjahr: Sie stiegen abermals aus der Landesliga ab.

Spieljahr 2012/13

Die eigentlich abgestiegenen Herren des BBC McDonald’s konnten aufgrund des Ausfalls der für die Landesliga qualifizierten Mannschaft des BBC Linz in der Landesliga verbleiben, blieben aber trotzdem ihrer Devise „just for fun“ treu: Trainer Neuhauser verabschiedete sich. Die Steyrer Hexen starteten in die Landesliga mit einer Mannschaft, in der zunächst nur 3 Spielerinnen älter als 16 Jahre waren, litten ebenso wie die Herren darunter, dass manche das Training bzw. Basketball an sich viel zu wenig ernst nahmen. Es war kaum möglich, die ganze Mannschaft zu einem Training zu versammeln, daher blieb auch im Spiel alles Stückwerk.

Daran änderte auch der Zugang einer weiteren routinierten Spielerin im Lauf des Jahres nichts: Die Mannschaft gewann kein einziges Spiel. Die jüngeren Nachwuchsteams der Hexen zeigten sich sehr verlässlich und einsatzfreudig, machten große Fortschritte. Die Teilnahme am Osterturnier in Wien zahlte sich für die U14-Mannschaft aus, sie gewann sogar 2 Spiele. Der Landesmeistertitel war dann letztendlich der verdiente Lohn für die Mädchen, die erst 2 Jahre Basketball spielten und als Team überzeugten. Die U16-Mannschaft übernahm hingegen leider den Geist der Damenmannschaft und blieb Stückwerk, wenngleich sich einige wenige Spielerinnen ganz gut entwickelten. Völlig unverlässlich waren die Mädchen aus Losenstein, was zum Teil berechtigten Unmut bei den Steyrer U14-Mädchen hervorrief, die oft völlig unvermittelt als „Notnägel“ einspringen mussten. Beim Osterturnier wurde das Niveau der Mannschaft schonungslos aufgezeigt: Sie agierte blamabel und blieb erfolglos. Dass auch dieses Un-Team Landesmeister wurde, wirft ein extrem schlechtes Licht auf das Niveau in Oberösterreich. Auch bei den männlichen Nachwuchsteams blieben nennenswerte Erfolge aus und die Herren wiederholten ihre Platzierung aus dem Vorjahr: Sie stiegen abermals aus der Landesliga ab.

Spieljahr 2013/14

Die Zusammenarbeit mit Losenstein wurde beendet, weil sich die jungen Damen aus dem Ennstal als viel zu unverlässlich erwiesen. Nur 3 Erwachsene bildeten schließlich mit den U19- und 16-Spielerinnen eine Damenmannschaft, die nicht nur zu jung und unerfahren war, sondern auch ohne jeden Ehrgeiz in der Landesliga spielte und erst in der Schlussphase mit 2 Erfolgen die fast zweijährige Niederlagenserie beendete. Der abermals letzte Platz konnte trotzdem nicht mehr abgegeben werden. Die U16-Mannschaft konnte auf nur 3 altersadäquate Mädchen zurückgreifen und wurde, um diesen überhaupt eine Spielmöglichkeit zu bieten, mit U14-Spielerinnen aufgefüllt. Sie hatte dann in Oberösterreich keinen Gegner und schied in der Qualifikation zur Österreichischen Meisterschaft – wegen einer Schulveranstaltung stark ersatzgeschwächt – aus. Ihre Bedeutung lag ausschließlich in der Vermittlung von Spielpraxis. Das Hauptaugenmerk des Vereins lag auf der U14-Mannschaft, die sich nach der Erringung des Landesmeistertitels 2013 hervorragend entwickelte und letztendlich zur Nr. 3 in Österreich aufstieg. Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen, wenn nicht Verletzungen in der Schlussphase der Meisterschaft die besten Spielerinnen außer Gefecht gesetzt hätten, was leider auch die sicher scheinende Verteidigung des Landestitels vereitelte. Der österreichische Meister wurde immerhin in 2 von 3 Spielen besiegt, der oberösterreichische in 5 von 7… Die U12-Mannschaft musste mit Anfängerinnen komplettiert werden, entwickelte sich gut, konnte aber erwartungsgemäß als einziges rein weibliches Team in der gemischt-geschlechtlichen Meisterschaft nur 3 Siege erringen.